Sonntag, 28. April 2024

Helmut, du bist noch nicht drin

Warum bin ich im Urlaub schon um 07:30 Uhr wach? Ich will noch nicht. David, ist müde, David dreht sich nochmal rum. 

Was mache ich heute eigentlich? Fossiliensuche? Dazu muss ich nur am Strand spazieren gehen, aber mal an nem anderen. Kommt man eigentlich am Königsstuhl runter zum Strand? Vor Jahren gabs das eine Treppe, aber ich glaube seit dem da ein Hang abgerutscht ist, ist der Strand gesperrt. Oder auch nicht. Dann fahren wir mal zum Königsstuhl. Da ist ja auch was neu gemacht. Ein Skywalk, also so ein frei schwingender Laufsteg. Früher konnte man bis hoch fahren, mal sehen wie weit man heute kommt. Sind nur 30km bis dahin. 

Man parkt doch nen Stück weit weg, könnte dann aber mit einem Shuttlebus bis hochfahren, oder man läuft die 2,6km durch den Wald. Laut Wetter sollte es heute 14 grad werden und bewölkt. Was wir hier wirklich haben sind 18 grad im Schatten und blauer Himmel. Ich hab mich viel zu warm angezogen, Pullover, dicke Jacke. Hab noch nen kleinen Rucksack, mit Akku und trinken. Dann gehen wir mal auf Wanderschaft. nach 200m is mir einfach zu warm, Jacke wieder ausziehen. Ein paar andere Wanderer sind unterwegs, aber alles überschaubar. Im großen und ganzen ist man fast allein im Wald. Da hört man nur die Bäume ächzen und die Vögel zwitschern, sogar ein Blatt das vor mir über den weg geweht wird kann man hören. 




12€ kostet der Eintritt, viel hat man davon nicht, ein Kino mit einem Infofilm, eine winzige Ausstellung und natürlich der Zugang zur Aussichtsterrasse. Ich erinnere mich noch an früher, als ich mir Mutti und Vati hier war, da konnte man direkt auf den Königstuhl rauf. Aber mit den Jahren ist das immer gefährlicher geworden und so hat man sich entschieden den Kreidefelsen zu sperren und einen frei schwingenden Laufsteg zu bauen. Schaut gibt aus und wackelt wie eine Lämmerschwanz. 









Der Ausblick ist schon irre.

Von gegenüber der frei schwingenden Konstruktion ruft Brigitte: „Helmut, du bist noch nicht drin!“ Gemeint ist ein älterer Herr mit grauem Haar und Sonnenbrille, der fleißig Fotos macht. Und wieder ruft Brigitte: „Helmut, du bist noch nicht drin!“ Helmut, der immer noch wild Fotos macht erwidert ein mürrisches „Ja“, beachte aber Brigitte nicht. Brigitte steht auf der Konstruktion mit dem Handy in der Hand und möchte offensichtlich ein Bild von Helmut machen und wartet nur darauf, dass er endlich im Bild erscheint. Da, Helmut dreht sich in Richtung Brigitte, hat selber sein Handy in der Hand und knipst. Brigitte schaut aber nicht, genauso wenig wie Helmut. Brigitte knipst, jetzt endlich schaut Helmut, aber Brigitte sagt: „schon erledigt“. Immerhin haben sie sich gegenseitig beim knipsen geknipst. 

Nun wir verlassen diese Szene und wenden uns dann der nächsten Aussichtsmöglichkeit zu. Der Victoriaaussicht. die ist nur 500 Meter entfernt und auch recht einfach zu erreichen. Es geht wieder durch den Wald und hier ist auch kein Eintritt zu zahlen. 







So, da ich bisher nur Frühstück hatte und da gabs nur ein doppeltes Brötchen, wird es Zeit für was leckeres. Leider hat ja mein Restaurant geschlossen, da muss ein anderes her. In der Nähe, in Lohme, scheint es ein gutes Restaurant zu geben. Laut Bewertungen, 4,8 Sterne von 5 bei 2.704 Bewertungen. Das kann nur gut sein. Hoffentlich haben die was mit Fisch. Das muss sein an der Ostsee :)

Sind nur 5 Minuten bis dahin und mein kleiner Hektor schnurrt ganz ruhig, aktuell verbraucht er ganz wenig Sprit. Ich glaube ich komme diesmal fast 800km mit der Füllung. Aber dafür hat er auf der Autobahn gefühlt jedes Insekt mitgenommen. :)
Im Restaurant sind recht viele Plätze frei, auch auf der Terrasse. Ich glaube ja zur Hauptsaison sieht das anders aus. Die Bedienung ist freundlich und auf der Karte stehen wenige, aber gute Gerichte. Ich hab Hunger. Irgendjemand hat in seiner Google Bewertung von der Fischsuppe geschwärmt. Die bestell ich als Vorspeise und zum Hauptgang gibt es Brathering mit Kartoffelstampf. Mein Dessertwunsch wird erstmal ignoriert, die Kellnerin meint: "das machen wir dann" Ich will die Creme brulee. "Das machen wir dann" wiederholt sich die Kellnerin. Pöh ich will aber. 

Kaum bestellt kommt auch schon die Suppe.


Und kaum ist die gegessen, der Brathering. 


Und dann die Frage: "Darfs noch was sein?" - "Ja die creme brulee!"


Also voll lecker, kann ich nur empfehlen. Restaurant "Daheim" in Lohme. Parkplatz gibts direkt neben dem Restaurant. 

Jetzt bin ich satt und müde. Gelaufen bin ich heute 8,4 km, 12.459 Schritte, da hab ich wieder 50 cent bei der AOK verdient :)

Morgen geht es nach Hiddensee. Da kann man übrigens mit dem Deutschlandticket hin. Ich hab eins dank meiner Firma. Musste mir nur eine Reservierung auf dem Schiffe machen. Damit geht es dann morgen von Schaprode um 11:20 Uhr nach Vitte und um 18:10 Uhr wieder zurück. Da hab ich viel Zeit. mal sehen ob ich mir ein Fahrrad miete. damit kann man die Insel am besten erkunden und kommt schnell von A-B. 

Na dann. bis Morgen. 

Samstag, 27. April 2024

Wir begrüßen Sie Anfang Juni wieder

Will ich wirklich um 08:00 Uhr los? Die Frage stelle ich mir, als ich um 07:21 Uhr wach werde. Langsam gehe ich in Gedanken durch was ich noch machen muss. Koffer ist gepackt. Müll muss noch mit runter, Sicherung für Waschmaschine, Herd und Geschirrspüler raus machen. Und dann noch Waschzeug einpacken. Das dürfte zu schaffen sein. Also raus aus den Federn und los gehts. 08:01 Uhr, ich staune war ich fertig und schon auf dem Weg zum Auto. Also mit dem Koffer dürfte ich nicht fliegen, der hat sicher Übergewicht. Ich schlepp den gerade an der Schlange vorm Bäcker vorbei, die gucken alle ziemlich doof. Mag den nicht rollen auf dem Kopfsteinpflaster. Vor der Garage kommt dann ein Problem, denn das Tor geht nicht auf. Egal wie ich die Fernbedienung drücke, nichts passiert. Was bleibt mir nun anderes übrig, das Tor aufzudrücken, mich durchzuzwängen und die kleine Tür im Tor von innen zu öffnen. Da passt aber mein Auto nicht durch. Egal, erstmal Koffer verstauen, dann sehen wir weiter. Im Auto hab ich noch eine Fernbedienung, Lustig, die funktioniert und öffnet das Tor. 

Mr T darf heute mal Beifahrer spielen, aber ich glaube der pennt die ganze zeit nur :)

Wenn man so lange nicht gefahren ist, vergisst man so einiges. Zum Beispiel, wie man zur Aral Tankstelle an der Messe kommt :D Ich kurve durch die halbe Stadt, obwohl ich viel einfacher hinkommen würde. Irgendwann hab ich es geschafft. Luft muss ich noch aufpumpen und dann tanken und waschen. Beim tanken, höre ich plötzlich von der Nachbarsäule: "Guten Morgen Herr Kühn", ah schau an, ein ehemaliger Arbeitskollege, ebenfalls auf dem Weg in den Urlaub. Und nun endlich im 08:45 Uhr gehts los. auf Nach Rostock, da mache ich im Hansa Outlet einen Zwischenstopp. Max hatte mir zwar davon abgeraten, aber schauen kann man ja trotzdem mal. Ja Max, der Max mit dem Brief, ihr erinnert euch? :) Die Autobahn ist recht leer, mit 150 km/h fährt es sich sehr gemütlich bis kurz hinter Berlin, da fangen die Autofahrer an dumm zu werden, mit 80 km/h gehts bis Dreieck Wittstock, danach ist wieder alles frei. und um 12:00 Uhr bin ich im Outlet. Max arbeitet, sofern er im Büro ist, in einem Reisebüro 3 Minuten von hier. Er meint, heute ist er nur digital da, aber ich soll mal rüberfahren und mir was abholen :) Im Outlet gibts nicht viel, aber ich finde ja immer was, zwei Pullover von Puma. und dann düse ich schnell noch ins Reisebüro, wo mich Max´s sein Praktikant erwartet und er selber in digitaler Form. :) Leon, der Praktikant, ist fast wie meine, Gabriel, jung, dynamisch, gutaussehend und sehr höflich. Er überreicht mir eine Tüte mit einer Flasche Prosecco und einem Wellnesspaket. Ja wenn man Urlaub, oder Firmenreisen bucht, dann bekommt man auch eine Kleinigkeit :) - an dieser Stelle nochmal DANKE :)

Nun sind es noch 1 1/2h bis zum Ziel, an der Wittower Fähre gibts eine länger Pause. die machen nämlich Mittag von 14:00 - 14:30. Um 15:30 stehe ich in einem Appartement. 




Schnell den Koffer ausgepackt und dann wieder los. Ich bin ja Selbstversorger, zumindest was Frühstück und so angeht. Abends wollte ich schon mal Essen gehen. Also ab zum Supermarkt. Auf dem Weg zum Supermarkt kommt man direkt am Restaurant, hier in der Anlage vorbei. Sieht so zu aus, aber ja logisch, die machen ja erst 17:00 Uhr auf. als ich jedoch vom Supermarkt zurück komme, ist das ein Zettel im Schaukasten: "...wir begrüßen Sie wieder Anfang Juni..." Das ist jetzt nicht euer ernst. Kein Restaurant offen? Na super! Dann muss sich mal schauen wo ich mal essen gehen kann. 

So jetzt muss ich erstmal was essen, hab ich den ganzen Tag noch nicht. Und danach endlich mal zum Strand. 

Nicole, eine unserer Ansprechpartner in einer Distribution, meinte sie hätte noch nie einen Hühnergott gefunden. Ich bin keine 10 Minuten am Strand und hab schon einen. Und mein Seeglas. Besonders stolz bin ich aber auf die Donnerkeile, die ich gefunden habe. Das sind versteinerte Skelettteile von Tintenfischen aus der Kreidezeit, so vor 65 - 135 Millionen Jahre. Hab ein paar gefunden. 





Während ich hier mein Blog schreibe, plant Max einen Trip nach London zu ABBA für uns zwei. :) Und mein aller bester Gabriel, der bucht mir gerade YouTube Premium ;) Ach ist das schon wenn man solche Freunde hat, auf die man sich verlassen kann. 

So nun genug geschrieben. Mal sehen was morgen kommt. Jetzt erstmal:

Gute Nacht 

Freitag, 9. Februar 2024

Die Angströhre

Echt jetzt? Wo ich doch gerade eingeschlafen bin? 3:30Uhr na dann mal los. Nochmal alles kontrollieren, nicht das ich was vergesse. Und dann zur Rezeption. Der Herr druckt mir eine Rechnung für die Touristenabgabe, die hatte ich schon bezahlt, ja es ist nur die Rechnung. Dann frage ich nach der Minibarrechnung. Ich war schon leicht irritiert, weil keine Preise auslagen. Er schüttelt den Kopf und meint „alles gut“. Na wenn ich das gewusst hätte, hätte ich sie täglich leer gemacht. 😂
Ob er mir noch einen Kaffee machen soll, weil Frühstück gibt’s keins. Ich hatte gestern nach einem Frühstückspaket gefragt, gibt’s auch nicht. Für Kaffee ist es mir einfach viel zu früh. 
Der Taxifahrer wartet schon draußen und das obwohl es erst 3:50 ist. Ich verlasse das Hotel in eine gespenstige Szenerie. So stellt man sich London im 19. Jhd. vor. Kein Mensch weit und breit, Nebelschwaden ziehen durch die Stadt, das fahle Licht der Laternen fällt auf leere Straßen und erleuchtet den Nebel. Am Ufer des Canale Grande hört man das dumpfe Geräusch eines Motors. Mein Taxi. 



Das tuckert nun ganz sanft durch das schlafende Venedig. Kaum haben wir die Stadt verlassen, beschleunigen wir und 25 min später treffen wir am Flughafen ein. 



Wie mir Tino schon schrieb ist die Maschine überbucht, wer also zuerst da ist hat auch seinen Platz. 

Ein Ehepaar steht vor mir in am Checkinschalter. Man diskutiert warum man den Handgepäckkoffer aufgeben muss. Die Dame am Schalter, weißt mehrfach daraufhin, dass dieser einfach zu Groß ist. Sie würde ihn sogar kostenfrei einchecken. Das Paar ist sich uneinig. Da sagt die Dame am Schalter: „Dann nehmen sie ihn halt mit, dann kann es aber passieren, das sie ihn nicht mit in die Kabine nehmen können und zurück müssen um den aufzugeben. Und dann kommen sie gar nicht mit.“ Man hat nun endlich ein einsehen. Ich kann es ja verstehen, wenn man nur mit Handgepäck unterwegs ist, aber teilweise reisen die Leute mit Koffern in der Kabine und nicht nur mit einem. Was genau ist da drin? Was brauchen denn die alles im Flugzeug?

Genauso bei der Sicherheitskontrolle, es gibt genug Hinweisschilder die sagen was alles auszupacken ist. Die meisten bekommen dies jedoch nicht hin. Daher dauerts länger. 

Unser Flieger steht an einer Außenposition und ist voll. Aber es geht nicht los. Der Kapitän meldet sich, es wären ein paar Passagiere nicht am Gate aufgetaucht, man würde nun das Gepäck entladen und die Passagiere stornieren. Wie kann sowas passieren? Wo sin die? Warum gebe ich meinen Koffer auf und erscheine dann nicht am Gate? Ohne Worte. 

Endlich geht es los, wir starten in die große Nebelwand. 



Man sieht lange nichts, erst 10 Minuten vor München dann endlich etwas Land. Ich bin so müde. Wir rollen wieder auf eine Außenposition. 



Nun heißt es 3h warten. Immerhin hat mir die Lufthansa einen 10€ Gutschein gegeben, den löse ich gleich mal für ein Sandwich und ein Müsliriegel ein. Wasser habe ich ja noch aus dem Flugzeug. Bei AirDolomiti gabs Wasser und einen Keks. 😅

Das Gate zu dem ich muss ich ganz am Ende des Gebäudes im Erdgeschoss. Hier unten gibt es auch nur 4 Gates. Erstaunlicherweise kommen hier ganz viele Passagiere runter um dann umzudrehen und wieder hoch zu gehen. Muss man das verstehen? Es ist doch eindeutig alles ausgeschildert. 

Langsam sammeln sich die Passagiere für den Flug nach Leipzig. Es ist eine kleine Maschine und so kommt die Durchsage, dass nur limitierter Platz im Flieger für Handgepäck ist. Alles was so große Koffer sind, müssen am Flugzeug abgestellt werden und dürfen nicht mit in die Kabine genommen werden. So ziemlich jeder Passagier hat so nen Koffer. Und dann geht’s in diese sehr enge Maschine. Tino nennt die „die Angströhre“. Sonderlich wohl fühle ich mich in diesem winzigem Flieger nicht. Und auf meinem Platz sitzt eine ältere Dame. Freundlich weise ich sie daraufhin und sage ihr sie könne gern da sitzen bleiben. Wir sind es nur 45 Minuten unterwegs. 

Es geht los. Und der Blick vom Mittelgang in Reihe 14 nach vorn zeigt die sich das Flugzeug in die Luft erhebt. Irgendwie spüre und sehe ich jede noch so kleine Bewegung des Flugzeuges. Nervig wenn man Angst hat. Und zur Landung in Leipzig hat man kurz das Gefühl, der weiß nicht was er tut. Hoch, runter, links, rechts. Das Gefühl ist sehr befremdlich. Und endlich gelandet. So für die nächsten Monate ist das der letzte Flug gewesen. Erst Ende September geht’s wieder los. 



Koffer ist auch da. S-Bahn kommt auch und Tram ist auch mal pünktlich. Um 13:30 bin ich dann wieder heim. 

Wir lesen uns. 🤓

Donnerstag, 8. Februar 2024

Stille, direkt neben Venedig

Um dem hektischen Treiben Venedigs zu entfliehen und um ein paar Souvenirs zu kaufen, fahre ich heute nach Murano. Ihr wisst schon die Insel mit dem Glasmanufakturen. Es gibt wieder mehrere Linien mit dem Wasserbus. Entweder nehmt ihr die Linie 3 direkt vom Bahnhof, die fährt fast direkt und ihr seit in 30 Minuten in Murano, oder die Linie 4.1, die hält allerdings überall und braucht daher 45 Minuten. Je nachdem wie viel ihr sehen wollt. In Murano gibt es nun mehrere Möglichkeiten sich die Glasbläserkunst anzusehen. Entweder wird man sofort beim Landgang "eingefangen" und in eine Glasbläsermanufaktur geführt, oder man läuft ein wenig umher und findet die ein oder andere. Einige sind kostenlos. Ich bin eingefangen worden :D Naja 5€ ist ok und man sitzt live in der Fabrik und kann zusehen. 




Heute Morgen beim Frühstück hatte ich mich schon mal für meinen Rückflug eingecheckt. 13:35 nach Frankfurt und dann 17:00 nach Leipzig. Sehr schön gemütlich ausschlafen und Frühstücken. Nach dem Besuch beim Glas Maestro schlendere ich durch die fast leeren Gassen von Murano. Überall sind kleine Souvenirs Shops in denen man das Muranoglas kaufen kann. Da kommt eine SMS der Lufthansa rein. 

"Ihr Flug LH327 VCE-FRA 09Feb ist annulliert." Bitte was? Warum? Und vor allem, wie komme ich nun von Venedig zurück? Ich rufe das Reisebüro an. Die verweisen wollen sich kümmern. Ein Anruf, das Reisebüro, ich bekomme eine Nummer vom Reiseveranstalter. Den rufe ich nun an, ob ich denn ein Umbuchungsangebot bekommen habe? Nein! Dann werde ich in eine Warteschlage geworfen. Die Dame kommt wieder, ob denn alle Flüge annulliert worden? Nein, wie bereits geschildert nur der von Venedig nach Frankfurt. Wieder Warteschleife. 10 Minuten später wieder die Dame des Veranstalters, ich möge mich doch an die Lufthansa wenden. Ja aber Sie sind mein Reiseveranstalter und ich habe eine Pauschalreise gebucht, da müssen sie sich kümmern, nein bitte an Lufthansa wenden. Danke! Also an Lufthansa gewandt. Das geht zum Glück online, man gibt seine Buchungsnummer an und den Nachnamen und dann bekommt man eine Auswahl an Umbuchungsoptionen. Die sind alle bescheiden. Am Ende entscheide ich mich für 6:30 mit AirDolomiti nach München und dann weiter mit Lufthansa um 10:50 nach Leipzig. Auch wenn ich eher da bin, stellt sich mir noch die Frage wie ich vom Hotel zum Flughafen komme, um 4:00 Morgens! Das Problem lösen wir später. 

Jetzt erstmal die Ruhe genießen.










Langsam macht sich Hunger breit. Hier in Murano ist natürlich nicht all zu viel los, daher wird es schwierig etwas zu finden. Aber wie immer werde ich in einem Café fündig. 


Auf dem Rückweg schreibe ich Beatrice an, wie man denn um 4:00 Morgens zum Flughafen kommt. Ich vermute nämlich, dass um diese Zeit kein Wasserbus fährt. Sie bestätigt dies. Ich könne mit dem Bus fahren, der fährt neben dem Bahnhof um 4:35. Oder mit der Linie B, die ist allerdings sehr weit weg vom Hotel, ich müsste durch die ganze Stadt. in Venedig angekommen, schau ich mir das am Bahnhof an und stelle fest, nee das is nix für David. Im übrigen sehe ich dort seit Tagen die ersten Autos :D Hatte die gar nicht vermisst. Auf dem kurzen Weg zurück zum Hotel, komme ich an verschiedenen Wassertaxiständen vorbei. Und mir kommt eine Idee. 




An der Rezeption setze ich meine Idee in die Tat um und frage ob es denn möglich ist um 4:00 Morgens ein Wassertaxi zum Flughafen zu bekommen. Ja klar, die Dame kann gern eins für mich buchen. Ok das ist sicher extraordinär, oder unglaublich dekadent und vor allem eins, VIP. Das ist was für David. Bitte einmal buchen. Wir erörtern jetzt nicht was das kostet. Nehmt den Bus. :D

Morgen um 4:15 werde  ich direkt im Hotel abgeholt. So geht mein Urlaub hier zu ende wie er begonnen hat, mit einer Wasserabreise. 

Heute Abend entscheide ich mich im Hotel zu bleiben und die Wanne zu nutzen um einfach mal zu entspannen. Koffer ist gepackt und um 3:30 klingelt der Wecker. 

Gute Nacht.