Mittwoch, 4. Februar 2026

Gefühlt zu kalt

Moin, der erst wahre Urlaubstag und ich schlafe aus und das obwohl ich heute noch über 400km fahren musss. Koffer ist halbwegs gepackt und der Rest liegt hier überall rum :D. Gegen 11 Uhr hab ich es dann endlich geschafft alles zu verpacken und mich auf den Weg zu machen. Wohin? Auf den Darß. Viele werden mich jetzt für verrückt halten. Im Februar auf den Darß, bei gefühlt viel zu kalt. Laut Wetterbericht sollen es -6 Grad werden, aber durch den starken Ostwind sich wie -20 Grad anfühlen. Und dann noch fernab von fast jeder Zivilisation. Einsam und allein im Wald. Naja so schlimm ist es nicht, schließlich ist das Hotel nur 30 km von Rostock entfernt und es hat eine Sauna und einen Indoorpool und ein Wellnessbereich und so viele Zimmer. Allerdings beführchte ich, dass in dieser Jahreszeit alle Zimmer leer sind, oder zumindest fast alle.
Wie auch immer, ich bin auf dem Weg. Die Autobahn ist leer, teilweise so leer, dass ich weder auf der Gegenspur noch auf meiner ein Auto sehe. Mit 140 km/h düse ich über die Leere. Kurz vor Rostock scheint dann auch die Sonne und die Strße wird etwas voller. Dennoch schient hier alles wie ausgestorben. Um Punkt 15 Uhr treffe ich am Hotel ein. ein riesiger Parkplatz und es stehen sogar ein paar Autos hier. So wo ist nun die Rezeption? Auf dem Weg zum Parkplatz war sie ausgeschildert. Hmm, wenn ich die Rampe hier hoch gehe, dann scheint oben der Haupteingang zu sein. Aber hier oben steht ein riesiger Blumenkasten vor dem Eingang und es ist auch kein Schild dran. Komisch, vielleicht ging es wo anders rein. Ich versuch mein Glück nochmal unten. ALTER, nun bin ich hier fast einmal ums Hotel rum. Wo ist denn nur dieser Eingang? Hier gibts überall Türen ins innere des Hotels, aber kein offizieller Eingang. Ich probiere jetzt einfach eine, oh offen, rein hier. Oh gott, wo bin ich? Ellen lange Flure, sicher das das ein Hotel ist? Kommt mir vor wie eine Klinik. Kennt ihr diese Horrofile, wo man im Niemandsland ist und dann in so eine verlassene Klinik eintritt und ganz weite Flure sind und man niemanden sieht oder hört. Hier sind ganz viele Zimmer und Licht in den Fluren, aber niemand zu sehen oder zu hören. Da, ein Schild "Rezeption". ich folge dem Schild und höre leise Stimmen. Ein Fahrstuhl. Ich glaube die Rezeption ist ein Stockwerk höher. Zumindest konnte ich in diesem Atrium von da oben Stimmen hören. Ach nee, ernsthaft? Die große Eingangstür mit dem Blumenkasten, wäre tatsächlich der Eingang gewesen, denn hier ist die Rezeption. Na hoffentlich hat mich keiner gesehen wie ich da langeschlichen bin. :D Mein Zimmer ist in der unteren Etage, Zimmer 023.
Offenbar ist wirlich nichts los im Hotel. Ich glaube auch ich bin in meinem Hotelflügel der Einzige. Egal, wenigstens hab ich meine Ruhe. Der erste Weg, nach dem auspacken des Koffers, ist zum Strand. Bevor ich da aber auftauche muss ich mich warm anziehen. T-Shirt, Pullover, Skianzug, gefütterte Gummistiefel. ;) Was für ein Anblick, aber warm dafür. Auf dem Kopf noch Mütze und Kopfhörer, so stampfe ich gen Strand. Ich kann die See förmlich riechen und hören und dann auch sehen. Die Sonne steht schon tief und funkelt über die verscheiten Dünen. Selbst der Strand ist voller Schnee der schon halb gefroren ist. Die Sonne beleuchtet alles in warmen gelb.
Die See ist rau, und die Poller im Meer völlig vereist.
Die Musik, teibt mich weiter zu gehen. Schritt für Schritt auf dem gefrohrenem Strand, dem Sonnenuntergang entgegen.
Es wird kalt und der Ostwind weh mitten ins Gesicht, das erschwert den Rückweg. aber ich bin tapfer und Schritt für Schritt nähere ich mich dem Hotel. Hier ist es unglaublich warm und immernoch gespenstig leer. Shining, so muss sich das anfühlen, wie im Film Shining. Leere Gänge, keiner zu hören oder zu sehen. Im Zimmer schau ich mir noch das Wellnessangebot des Hotels an. Dazu kann man sich eine APP runterladen und kann dann da im Bereich Wellness Anwendungen buchen. Erstaunlicher weise ist nur noch 1 für den 05.02. frei. Alle anderen Tage sind nicht buchbar. So viele Leute sind doch gar nicht hier. Egal, die buche ich mir jetzt. Und nun auf zum Abendessen. Das Resraurant ist einen Stock über mir und ebefalls leer. Also bis auf die 5 Tische die besetzt sind. In der Mitte steht das Buffet. Heute gibt es Fisch in Senfsoße, Fisch mit Bohnen, gepöckeltes Schwein, Kartoffeln, Kroketten und Rosenkohl. Ich habe alles probiert, schmeckt alles sehr gut. Getänke muss man extra zahlen, kann die aber aufs Zimmer schreibenlassen und sozusagen mit der Gesamtrechnung dann zahlen. Mittem im Abendessen bekomm ich Nachrichten von Max. Ihr wisst schon Max, wo ich meinen Urlaub immer buche. Nur diesen nicht ;) Max möchte wissen wo ich denn bin, weil ich meinte er hatte ja hier oben den ganzen Tag Sonnenschein. Ich verrate ihm, dass ich 30 km von Rostock entfernt bin und so verabreden wir uns für den nächsten Tag. Ich werd nach Rostock fahren ins Reisebüro und dann gehen wir noch Kaffee trinken. Kurz vor dem ins Bett gehen, lädt mich Max noch zu einer Kundenveranstaltung des Reisebüros ein. Ich lehne aber ab, zu viele Menschen und ich wollt eigentlich meiner Ruhe. Max meint er würde sich freuen, wenn ich mich umentscheide. Er wäre ganz traurig wenn ich nicht komme. Ich hab mich innerlich schon entschieden. ;) Für was genau wird morgen verraten. Gute Nacht.

Samstag, 22. November 2025

die legen uns trocken

Willkommen in, Moment, ich sehe draußen ja gar nichts, ist alles voll neblig. Wo müssten wir denn eigentlich sein? Linz. Na dann erstmal zum Frühstück. Auf dem Weg durch Schiff bemerke ich draußen Schneefall. Offenbar hat uns der Winter eingeholt. Das hält uns aber nicht von einem Spaziergang durch Linz ab. Man muss sich nur warm anziehen. Also Pullover, Jacke, Schaal, Mütze und Handschuhe und schon ist man gewappnet. Das Schiff ist von Schnee bedeckt. Die Straßen von Linz ebenso.
Leider hat der Weihnachtsmarkt von Linz noch nicht geöffnet. Dafür aber der Mariendom.
Auf dem Rückweg durch die Stadt entscheiden wir uns für eine Linzer Torte, oder zumindest für ein Stück davon. Direkt am Marktplatz findet sich ein kleines Café, dass auch für uns alle Platz hat.
Sieht lecker aus, ist aber etwas zu süß, selbst für meinen Geschmack.
Unser Schiff liegt heute neben einem anderem, das heißt, um an Land und zurückzukommen, müssen wir entweder durch oder über das andere Schiff. Auf dem Weg in die Stadt sind wir durch das andere Schiff. Die hatten schon irre viel weihnachtliche Deko, dass sah so toll aus. Als wir uns dem Schiff nähern, entdeckt Simone auf dem Sonnendeck einen, nur mit Badehose bekleideten Mann. Das Schiff hat einen wesentlich größeren Pool als unseres und offenbar ist der gut beheizt. Eine Dame ist schon im Pool, sie trägt eine Pelzmütze und unser halbnackter Mann erklärt uns, dass das Wasser sehr warm ist. Muss ich dann doch mal testen. Einfach mal die Hand reinhalten. Also das hat mindestens 32 Grad. Schade, dass das nicht unser Schiff ist. Wir werden erstmal zum Mittagessen gehen. 😉 Dieses ständige gegesse. Nach dem Urlaub ist dann wohl erstmal fasten angesagt.
Nach dem Mittag gehen Monika, Bernd und ich noch eine große Runde. Mittlerweile scheint die Sonne.
Nach dem Spaziergang wird dann nochmal geruht und schon der Koffer gepackt. Da unser Schiff morgen einen Termin in der Werft hier in Linz hat, werden wir heute Abend nur den Ankerplatz ändern. Morgen früh um 8 Uhr fahren uns dann Busse nach Passau zurück. Also werden wir wohl heute nicht all zu lange machen. Ich muss nun erstmal alles in der Kabine zusammensuchen 😉 Bis zum Abendessen hab ich aber noch genug Zeit und der Koffer muss auch erst bis 7 Uhr vor der Kabine stehen. Pünktlich zum letzten Dinner an Bord bin ich im Restaurant. Ja schon wieder Essen 😉 Heute bedient und Benjamin. Monika will gleich wieder alles wissen, wo kommt er her, wie geht’s ihm hier an Bord. Ich gebe meine Schätzung seitens der Herkunft schon mal bei ihr ab, Kenia. Ich solle ihn dann fragen, denn ich kann ja am besten Englisch. Am Ende kann sie es nicht abwarten und fragt ihn selber. Ja er kommt aus Kenia und nun versucht sie ihm zu erklären, dass ich das Geraten hatte, natürlich in denglisch (deutsch englisch). Das Essen ist wie immer köstlich und Benjamin macht einen ausgezeichneten Service. Sogar einen kleinen Scherz erlaubt er sich. Ich hatte noch um etwas Wein gebeten, er kam, setzte die Karaffe an, zwei tropfen vielen in mein Glas und dann sagte er „ein wenig 😉“. Weil wir alle an diesem Abend sehr zufrieden waren und er ein ganz lieber ist, bekommt er auch Trinkgeld.
Heute in der Bar, hat direkt an der Theke mit Blickrichtung zu unserem Tisch, der Hotel- und Barmanger Platz genommen. Wir bestellen heute mal Aperol Spritz, leider warten wir sehr lange, als ich Richtung Bar schaue, sehe ich wieder den Manager da sitzen mit starrem Blick zu uns. Ob die uns trocken setzen wollen? Er nickt mir zu uns gibt Zeichen, dass die Getränke gleich kommen, aber auch 5 Minuten später keine Getränke. Meine Bestellung hatte ich bei Putu abgegeben, dann kommt ein anderer Kellner und fragt, ob wir schon bestellt haben, was wir bejahen. Es vergeht wieder Zeit und Putu taucht wieder auf. Ich frage ihn wo denn unsere Getränke sind. Etwas wütend geht er an die Theke und beschwert sich, dass wir noch nichts bekommen haben. Den restlichen Abend werden wir fast ignoriert und der Manager beobachtet das alles 😉 Wir haben es wohl übertrieben. :D Es wird Zeit ins Bett zu gehen, heute endlich mal vor 23 Uhr. Koffer ist so weit fertig, Deutsche Bahn scheint auch pünktlich loszufahren. Hoffen wir das wir nicht all zu lange von Linz nach Passau brauchen. 1 1/2h sind dafür vorgesehen. Morgen genießen wir noch das Frühstück gemeinsam und dann trennen sich unsere Wege wieder. Ich fands toll. 😊 Ich hab noch ein letztes Foto für Euch. THE GANG!

GALA-DINNER

Guten Morgen aus Krems. Heute ist mein Ruhetag und ich muss endlich mal meinen Blog schreiben. Da wir jede Nacht die letzten an der Bar sind und früh zeitig raus, brauch ich heute mal einen Tag für mich 😊 Nach dem Frühstück verabschiede ich mich und mach erstmal noch ein Nickerchen in der Kabine, dann schnapp ich mir mein Notebook, setzt mich in die Lounge und tippe fleißig 😉. Heute Abend ist Galaabend und Monika freut sich ganz besonders, dass dieser an ihrem Geburtstag ist. Hier in Krems ist es eisig kalt, aber die Sonne scheint. Nebel steigt von der Donau auf und ich hab das Schiff für mich ganz allein. Keiner da. Alle ausgeflogen.
Meine zwei Blogs hab ich dann gegen 14 Uhr fertig. Kaffeetrinken Zeit und da ist auch schon Monika und Bernd, die beiden kommen gerade von Ihrem Spaziergang. Ich wird mich jetzt etwas in die Sonne legen, vorher warm anziehen und Decken mitnehmen. Auf dem Sonnendeck liegen schon Monika und Bernd und auch Sabine und Oliver sind da. Die Sonne wärmt und wir genießen die Ruhe. Ich glaube ich bin sogar kurz eingeschlafen und hab geschnarcht 😉 Kurz nach 15 Uhr gehen wir in die Lounge, ein Stück Donauwelle und eine heiße Schoki. Und dann geht auch schon die Sonne langsam unter.
Die Tische für das Gala Dinner sind schon vorbereitet. Gestern Abend mussten wir uns an einen anderen Tisch setzen, weil zwei Leute sich an unseren 6-er Tisch platziert hatten. Heute sitzen wir in der Lounge, von der man aus über eine Treppe ins Restaurant kommt, so günstig an der Treppe, dass wir unseren Tisch sehen können. Meine Schwaben wussten übrigens nichts vom Gala-Abend, aber ich hatte davon schon berichtet und auch das man sich da schick anzieht, oder kann 😉 Bevor aber der Gala-Abend beginnt, wird die gesamte Crew vorgestellt, aus der Bar, der Küche, dem Housekeeping, … Auch der Barmanager, der so langsam ein Auge auf uns hat, weil wir unser Getränkepaket voll und ganz auskosten.
Heute übertreibe ich es mal nicht, heute mal nur Grüner Anzug und dunkelblauer Pullover dazu. Sabine ist dennoch ganz begeistert und merkt auch, dass ich wieder gut rieche 😊 Punkt 19:30 Uhr stürmen alle das Restaurant :D es ist unglaublich, wie Raubtiere, die nach einem Monat das erste Mal Essen bekommen. Nun ja hier nun das Menu. Und die Speisen.
Und nach dem Essen 😉 Na wer errät es? Ab an die Bar. Der DJ speilt heute wieder das beste aus den 50-ern bis 80-ern :D Auch unser Macarena Mann ist wieder da 😉 Und nach dem ein oder anderem Vodka-Lemmon spielt er dann die Club Hymne von der AIDA. Da kann sich nicht mal mehr Monika halten und stürmt die Tanzfläche 😉 Man glaubt es kaum, aber auch all die älteren Herrschaften können noch ganz gut tanzen. Und ich rede hier nicht vom Walzer, nein die ganzen neuen Hüften scheinen der Rollatorgang neue Kraft zu verleihen und selbst unsere älteste Passagierin, die sitzt in Rollstuhl und ist 100, tanzt, also sie wird immer Rollstuhl hin und her und im Kreis gefahren. Wenn Euch ein älterer Mensch sagt er könne nicht mehr so, der LÜGT. Es ist kurz vor Mitternacht. Oliver hat um gleich Geburtstag. Und natürlich hab ich schon den kleinen Mini-Gugelhupf einstecken. Und Punkt Mitternacht hole ich den kleinen Grünen Kuchen und Oliver strahlt übers ganze Gesicht. Der DJ spielt wieder Happy Birthday, Putu, unser Barkellner, gratuliert auch noch und dann wird es wieder Zeit für uns.
Wir sind schon wieder die letzten 😉 Gute Nacht.

Mittwoch, 19. November 2025

ich hab nen Kuchen für dich

Guten Morgen aus, keine Ahnung. Irgendwo vor Wien. Die Sonne scheint und die Landschaft Österreichs zieht an uns vorbei. Ich öffne meinen Balkon und lass die Sonne aufs Bett scheinen, glaubt mir, so möchte man jeden morgen aufwachen. Sonnenstrahlen wärmen mich, das leise Plätschern der Donau und die Landschaft, die vorbeizieht. Einfach unbeschreiblich, daher habe ich ein Foto für Euch gemacht.
Meine 4 Schwaben sitzen schon am Frühstückstisch. Monika zählt schon die Stunden bis Mitternacht und sagt „Schatz denk dran, du musst dich dann kümmern, und ihr singt dann alle für mich“ 😉 Die Frau weiß, was sie will. Für mein Omelett, was ich bestellen könnte, scheine ich etwas spät zu sein. Aber das Buffet ist auch ausreichend. Wie spät es ist? Naja, 8:45 Uhr 😉 Monika meinte wir wollen doch nicht so spät frühstücken. Die Gute hält einen auf Trab. Das find ich gut. So verpennt man nicht den ganzen Tag. Es ist übrigens die erste Flusskreuzfahrt für alle 4. Während Sabine jede Schiffsbewegung, eigentlich sind es nur Vibrationen bemerkt, ist es Monika doch etwas, nun ja, zu alt an Bord :D Wie hoch wohl der Altersdurchschnitt ist? 65+ schätzen wir UND ich bin nicht der jüngste an Bord. So eine Hand voll sind wohl jünger :D Nach dem Frühstück geht es an Deck, Sonne und frische Luft tanken. Wir entdecken sogar einen Pool an Deck, der ist auch noch beheizt. Man könnte also… Monika meint „wenn wir da FKK machen, ob das jemanden stört?“ Ich „nachts sicher nicht, aber tagsüber 😊“ Wir kommen zur nächsten Schleuse. Das scheint immer so ein Highlight zu sein, denn viele Passagiere versammeln sich an Deck, um das unspektakuläre Spektakel zu bestaunen.
Um 11 Uhr sind die Nicko Cruise Club Mitglieder zum einem Exklusiven Empfang geladen. Natürlich hatte sich Monika vor der Reise schon angemeldet. Simone und Oliver leider erst an gestrigen Abend, so dass sie leider keine Einladung erhielten. So sind nun Monika, Bernd und ich zum Sekt und Canapé Empfang geladen. Der Kreuzfahrdirektor gibt sich die Ehre und begrüßt alle persönlich. Der Empfang findet in Nickos Grill statt. Das ist eines der Restaurants hier an Bord. 3 Stück gibt es. 2 im vorderen Bereich des Schiffes und eines, Nickos Grill, am Heck. Wir werden hier auch gleich zu Mittag essen. Und ich heute Abend, denn ich habe mir einen Tisch reserviert. Leider schon bevor ich die Schwaben, Bernd nennt unsere Truppe „betreutes Trinken“, kennen gelernt habe. Das wirklich kleine Restaurant hat nur 26 Plätze, wenn man hier zum Abend essen nicht vorreserviert, dann hat man verloren. Zum Glück hatte ich gleich am ersten Tag, kurz nach der Einschiffung eine Reservierung gemacht. Unser Mittagessen kommt, man bestellt aus einem 3 Gänge Menu. Meine Schwaben haben saftige Burger mit Pommes, wobei die Pommes nirgends im Menu standen und Monika sich schon fragte, was es denn zu den Burgern geben würde „also ich erwarte da schon Pommes, das gehört dazu“. Ihr Wunsch wird erfüllt. Ich habe eine Vorsuppe, dann Nudeln in Pesto und zum Schluss gibt es noch Kaiserschmarren. Simone, die mir gegenübersitzt, überlässt mir ihre Pommes und Oliver auch „wenn du willst, iss ruhig, deine Nudeln waren ja doch sehr übersichtlich“ 😊
13:30 Uhr sind wir dann in Wien. Diesmal liegen wir viel Näher an der Innenstadt, gegenüber der Donauinsel. Von hier kann man in 10 Minuten zu Fuß zur U-Bahn kommen und dann in 4 Stationen direkt am Stephansplatz aussteigen. Ich bin schon vorbereitet und hatte mir die Wien Mobil APP geladen und kann darüber die Fahrkarten kaufen. Ist für mich einfacher und etwas umweltschonender ;D Ja ich weiß, der CO2 Abdruck bei so einer Flusskreuzfahrt ist immens, aber immerhin reise ich per Bahn an und ab und nutze wo es geht alles Mobil.
Auf dem Weg zur U-Bahn meint Sabine „wisse mir wo mir lang misse, wenn mir uns uff mein Oli verlasse, denn komme mir nie an“ Und dann kommt Monika, unsere Truppführerin „Wenn mir da lang gehe wo ICH lauf, denn komme mir auch an“ Meine Schwaben sind eher aus der ländlichen Gegend, aktuell stehen sie vor dem Ticketschalter der U-Bahn an dem sich schon vorher eine Schlange gebildet hatte und schauen, wie sie ein Ticket ziehen können. „Mir komme ja vom Lande, da gibsch des nit“. Ab in die U-Bahn, Monika bemerkt, dass die Bahn viel zu schnell fährt und dann viel zu stark abbremst. Ich lehne gelassen an der Tür und erfreu mich dem hin und her geschaukel der Passagiere. Am Stephansdom steigen wir aus und befinden uns mitten von Fußballfans aus Serbien. Heute scheint ein Spiel in Wien zu sein und sehr viele von ihnen sind hier in der Innenstadt auf dem Weihnachtsmarkt und feiern schon mal vor. Ich möchte gern in den Dom. Monika wollte eigentlich nicht so, aber nachdem ich sagt, dass ich reingehen werde, meint sie „mir sinn oinma hier“ also betritt der Trupp den Dom.
Dann geht’s die Einkaufsstraße Richtung Oper, denn ich habe um 15:30 Uhr eine Besichtigungstour in der Oper. Die Jungs und Mädels verabschieden sich in das Sacher Café und ich in die Oper. Hier findet immer einmal im Jahr der berühmte Wiener Opernball statt. Dazu bauen sie im Zuschauerraum die ganzen Stühle ab und stellen ein Stahlgerüst auf, auf dem sie dann den Tanzboden installieren. Dann kommen noch tausende von Blumen zur Dekoration, der Vorplatz vor der Oper wird dann ausschließlich für die An- und Abreise genutzt. Das Opernhaus wurde in 2. Weltkrieg zu 80% zerstört. Die Bühne aus auch der Zuschauerraum wurden von Bomben getroffen, so dass sie nach dem Krieg wieder aufgebaut werden mussten, lediglich der Eingangsbereich und alles zwischen ihm und dem Zuschauerraum ist noch original erhalten. Unter anderem Der Tee Salon, den kann man mieten 😉 20 Minuten 800€ Ohne Catering.
Gegen 16:30 Uhr ist die Führung vorbei und ich mache mich auf den Weg zum Rathausplatz, denn es ist schon fast dunkel und ich möchte gern den Weihnachtsmarkt sehen. Vorbei an der Hofburg, durch den Volksgarten bis zum Staats Theater.
Und dann stehe ich vor dem Wiener Christkindlmarkt. Im Hintergrund das atemberaubende Rathaus. Die Wege zwischen den Buden sind riesig, die Menschen drängeln nicht, alles ist so schön und leuchtet und dann die geschmückten Bäume. In einigen hängen leuchtende Herzen, andere sind mir Leuchtgirlanden behangen. Also entweder liegt das an der Uhrzeit 17:00 Uhr oder hier ist es viel entspannter als in Leipzig, da kommt man kaum durch, jeder drängelt, alles übervoll. Hier ganz anders, viel schöner 😉
Ich hab hier was für Mama gefunden 😉 und dann lauf ich an einem kleinen Stand mit Küchlein vorbei. Da schießt mir eine Idee in den Kopf. Wir werden heute Abend kaum einen Geburtstagskuchen organisiert bekommen, denn die Bar schließt um 0:00 Uhr, das mit dem Sekt wird schon schwierig. Also nehm ich kurzerhand einen kleinen Minigugelhupf für Monika in rosa und für Oliver in grün mit. Dann geht’s mit der U3 zum Stephansplatz und mit der U1 zum Schiff zurück. Kostet hier in Wien übrigens 2,40€ für 80 Minuten in eine Richtung. Da war Paris bissl besser 2h für 2,50€ in alle Richtungen. Am Schiff angekommen, strahlen die Hochhäuser der Donauinsel als Skyline wie in, Bernd sagte es, Shanghai. Als ich am Schiff vorbeilaufe, sehe ich meine Schwaben in der Bar direkt am Fenster sitzen, Monika ist die erste die mich erkennt und winkt. Ist schon wie ein bisschen nach Hause kommen. 😉 Noch ein kleiner Abstecher in die Bar, kurz quatschen wie es in der Oper war und wie im Café, dann trennen sich erstmal unsere Wege, denn ich hab ja meine Reservierung. Das Restaurant ist so klein, das die Akustik grauenhaft ist, laut vor allem. Nur 3 Plätze sind noch leer. Das Essen wird übrigens frisch zubereitet, also vor unseren Augen, denn man hat eine große Glasscheibe zur „Küche“ und kann den koch beim zubereiten zusehen.
Anschließend ziehe ich mich um. Immerhin bin ich ja nun zum Geburtstagsreinfeiern eingeladen. Wir starten heute mal mit dem 2. Glas Rosé, dann einem Vodka Orange und dann mit Aperol Spritz. Wir sind so gut positioniert, dass wir die etwas oberhalb gelegene Tanzfläche sehen können und wie all die künstlichen Hüften im Walzer, Disco Fox und „ich zapple mir einen ab“-Tanzstil zu Vicky Leandros, Roland Kaiser, Helene Fischer, Strauß und co. Tanzen. Ein Bild für die Götter, fehlt nur noch die Rentnerpolonese. Der DJ ist voll in seinem Element, die Songs der 50-er und 90-er, ausnahmslos Schlager und was soll ich sagen, meine Mädels sind Textsicher, während ich lächelnd und am Alkohol nippend auf 0:00 Uhr warte 😊 Es ist schon sehr lustig, vor allem als sich eine wesentlich jüngere Dame von ihrem nicht tanzen wollendem Mann entfernt und an deinen anderen Tisch setzt. Dann ist sie plötzlich für über 1 h verschwunden. Kam etwas zerzaust wieder an :D Nein ich möchte dieses Kopfkino nicht vollenden. Und dann noch der mit dem viel zu engem Hemd, der plötzlich zu Macarena anfing zu tanzen, seine Hüften schienen das auszuhalten, nur sein Hemd nicht, das war dann doch zu eng und platze auf :D Ich geb dann noch die Story mit Brigitte von der letzten Flussfahr zum besten worauf Monika sagt „i mach des nich, koine anscht :D“ und oute mich dann auch gleich als „ich schwimm am deren Ufer“, nicht das die Männer noch denken ich nehme ihnen ihre Frauen weg, denn die beiden Mädels haben schon nach meiner Telefonnummer und Insta gefragt :D und Bernd meinte „krigscht du immer alle Telefonnummern? Die Mädels wolle alle deine Nummer“ :D Ich sags Euch, je oller desto doller.
Kurz vor Mitternacht hol ich denn den Gugelhupf in der Weihnachtsmarkttüte. Monika weiß nix von ihrem Glück. Und um Mitternacht gibt’s dann Sekt. Der DJ bringt Happy Birthday, der Kellner singt Monika ist glücklich und macht Riesenaugen, als ich den kleinen, wirklich Minikleinen Gugelhopf mit den Worten präsentiere: „ich hab nen Kuchen für dich“ 😊 Und Monika ist so überglücklich. Es sind die kleinen Dinge die Frauen glücklich machen. Das Schiff ist völlig verlassen, alle schlafen schon und wir gehen nun auch zur Ruh.
Morgen setz ich mich mal hin und schreib all die Berichte, sonst denkt ihr noch ich bin über Bord gegangen. Gute Nacht.