Freitag, 14. August 2026

Zu warm, zu voll

Man sollte im Hochsommer eigentlich tagsüber Siesta machen. Aber ok, wir fahren nach Soller. Gefühlt hundert andere auch. Wir wollen mit der Tram dann weiter nach Port Soller. Aber erst einmal müssen wir einen Parkplatz in Soller finden. Das war schon mit Axel vor 2 Jahre nicht so einfach und heute ist es mit den hunderten Touris nicht einfacher. Da, ein Parkhaus, zwei runden später, nix kein freier Parkplatz. Nun dann versuchen wir es in einen der engen Gassen. Da fährt einer raus. 😊 Und schon haben wir einen Parkplatz. Und dank EasyPark ist der Parkplatz auch schon bezahlt. Und auf geht’s in die Innenstadt bei 38 Grad. 



Es sind einfach zu viele Menschen, die Tram wird förmlich überrannt. Ich will gar nicht wissen wie es in Port Soller aussieht. Wir entscheiden uns lieber Eisessen zugehen. Da wo ich mit Axel und Familie vor 2 Jahren schon war. Und dann können wir noch Öl kaufen, immer ein beliebtes Mitbringsel. Auch Gabriel möchte gern eine Flasche haben. Da es uns hier zu voll ist und zu heiß und Mama noch etwas zum Anziehen sucht, fahren wir noch mal zum Outlet, aber auch da wird Mama nicht fündig. Hmm und nun? Supermercado. Ein reisen Einkaufscenter, so wie Globus. Also, so viel Auswahl hat weder REWE, noch ALDI, noch Kaufland, nicht mal zusammen. Da gibt’s auch was für Carmen und was für Uwe und was für mich 😊 Danach geht’s wieder heim.

Donnerstag, 13. August 2026

Polizeilich registriert

Guardia Civil, so heißt hier die Polizei und ich bin auf dem Weg dahin. Warum? Ich stehe vor dem Spiegel im Bad und putze Zähne, es klopft an der Tür, Mama ist da. „Die habend die Kappe geklaut, vom Autospiegel“ Wer hat was gemacht? Ich bin noch völlig verpennt und verstehe gar nichts. „Die Kappe vom Seitenspeigel wurde geklaut“, dann zeigt Sie mir ein Bild. Es fehlt die Kappe vom Außenspiegel auf der Beifahrerseite. Na Super. Und nun? Ich schreibe Max an, um ersten Rat einzuholen, der meint ich solle die Polizei anrufen und das Melden. Währenddessen telefoniere ich erstmal mit der Autovermietung, auch die meint das muss der Polizei gemeldet werden. Also begebe ich mich nach dem Frühstück allein nach Santanyi, um dort bei der Guardia Civil eine Strafanzeige aufzugeben. Das ist gar nicht so einfach wie ich dachte, denn in Santanyi sind Markttage und die ganze Innenstadt ist abgesperrt. Ich parke also außerhalb und laufe dann zur Polizeistation. Dort angekommen klingle ich, eine junge Polizistin macht die Tür auf und ich holpere in Spanisch und Englisch drauf los. Ich erkläre, warum ich da bin, zeige das Bild. Sie meint ich solle warte.



Dann kommt ein anderer Polizist und die junge Dame nochmal, beide meinen Sie müssen das Auto sehen. Ich erkläre das das schwierig ist, es ist ja alles abgesperrt. Dennoch besteht man darauf, das Auto zu sehen. Nun gut, dann öhm umfahre ich mal alle Verbotsschilder, ich bin ja offiziell aufgefordert worden dazu. Ein paar Minuten später stehe ich mit dem Auto vor dem Revier. Eine andere junge Dame und ein - oh mein Gott, was für ein attraktiver Polizist – kommen raus und inspizieren das Fahrzeug, machen Bilder und ich muss wieder warten. Nach ca. 10 Minuten darf ich dann ins Revier rein. Zum Glück gibt’s Klimaanlage, es sind schon wieder weit über 30 Grad. Die junge Polizistin spricht nur wenig englisch, ihr Kollege – dieser Traum von einem Mann – hingegen etwas mehr. Wir verständigen und aber auf Spanisch und Englisch. Ich muss immer wieder an den Nachbarschreibtisch schauen, da sitzt er. Olivbraune Haut, grau grüne Augen. Schwazer Bart, eine perfekt gerade Nase und wenn er einen anschaut, dann denkt man, man schaut einem Labradorwelpen an. Herjeh, wie soll ich mich jetzt auf das Verhör konzentrieren und all die Dokumente aufzeigen. Es wird schon. Nach ca 1 h ist dann endlich alles unter Dach und Fach. Ich bekomme meine Anzeige, die ich der Autovermietung per Mail sende. Leider sehe ich den Polizisten nicht wieder ;( Eigentlich wollten wir heute nach Sineu auf den Markt. Der macht 13:00 zu und wir fahren 45 min bis hin, dann hätte Mama noch 40 Minuten zum Shoppen das schaffen wir 😉 Die 38 Grad halten uns nicht auf, wir schlendern über den Markt und Mama kauft sich ein paar schöne kleiner. 



Dann gibt’s noch frische Limonade und dann geht’s auch schon wieder zurück. Heute steht noch was ganz anderes auf dem Programm. Wir gehen in Cala Santanyi noch was essen.  


Dabei bemerke ich, dass alle Zufahrtsstraßen zu Aussichtsspots gesperrt sind. Das gesamte Gebirge ist abgeriegelt. Selbst der Spot, den wir uns gestern angesehen hatten, ist abgesperrt. Alles Dicht gemacht. Ich hatte aber schon seit ein paar Tage vom Hotel aus etwas beobachtet. Vom Restaurant des Hotels aus, konnte ich gegenüber unserer Bucht sehen, dass bis spät abends noch die Sonne da hin schien. Bis kurz von 20:45. Theoretisch, müsste das ausreichen, um die Sonnenfinsternis vollständig sehen zu können. Da drüben steht ein Aussichtsturm auf einer Klippe mitten in einem Wohngebiet. Die Zufahrt ist nicht abgesperrt. Also versuchen wir unser Glück einfach da. Gegen 18:00 fahren wir rüber. Ich hab so das Gefühl, dass es eventuell voll werden könnte. Wir fahren direkt durch die Wohnsiedlung, lauter Villen. Keine Ferienwohnungen und keine Hotels. Hier oben ist niemand. Nur 1 Pärchen sitzt hier, sonst ist alles leer. Na ob das der richtige Platz ist? Zumindest steht die Sonne recht hoch und in 1h wird sie nicht all zu tief sinken. Es müsste also eigentlich gut zu sehen sein. 19:00 immer noch alles leer. 19:38 soll der Mond beginnen sich vor die Sonne zu schieben. Und dann kommen Sie, die Einheimischen, mit Picknickkoffern und Sonnenfinsternisbrillen. Kapp 20 Leute sind wir nun hier oben. Die meisten einheimisch. Ich hab die Brille schon auf, aber noch ist die Sonne vollständig zu sehen. 19:38, ich glaube, nein, oder doch, doch, da ein winziger Teil der Sonne verschwindet. Ein paar Minuten später noch ein Stück und noch eins und dann ist sie plötzlich hab verdeckt. Ich versuche Bilder zu machen, wer jetzt eine Spiegelreflexkamera hat, Glückwunsch. Aber ich bekomme das schon irgendwie hin. Es wird immer dunkler. Nur noch eine schmale Sichel ist zu sehen. Und dann kommt der Gänsehautmoment, die Sonne ist vollständig weg und eine rotleuchtende Corona ist zu sehen. Es ist Dunkel, man kann den Schatten des Mondes sehen. Am Horizont hinter uns ist es hell und vor uns auch, aber über uns ist es Finster, man kann sehen wo der Schatte anfängt und aufhört. Die Corona leuchtet so stark und rot, ich hab überall Gänsehaut. Und dann, wie ein Diamantring, blitzt die Sonne wieder hervor und es wird wieder hell. Einfach unglaublich. Bilder, Bilder sprechen mehr als tausend Worte:










Gute Nacht 🌙 

Mittwoch, 12. August 2026

versuchte Entführung auf offener See

Wir erinnern uns an meine letzte Mittelmeererfahrung? Hai! Ok kleiner Hai, aber Hai! Nun schauen wir mal was heute passiert. Wir fahren nach Es Trenc, da gibt’s einen Parkplatz und einen schönen langen Strand. Laut Medienberichten ist das Mittelmeer so warm wie nie. Nun dann schauen wir mal. Erstmal alles aufbauen. Für Mama hab ich einen Campingstuhl und eine Strandmuschel und dann die Decken und Uwe hat noch einen Sonnenschirm. Fertig. Mama sitzt in ihrem Thron. Ich sprinte schon mal ins Wasser. Ok Frage: wie viele haben hier schon reingepinkelt? Es ist so warm unfassbar. Also ich kenne Leute, die duschen kälter. Nun gut, vielleicht ist es weiter draußen kühler. Kühler wird’s nicht, bleibt warm, ober 30 bestimmt, aber dafür wird das Wasser immer klarer UND kein Hai in Sicht. Aber erstmal wieder raus und eincremen und dann etwas Sonne tanken. Das klappt so ca 20 Minuten, dann wird’s mir wieder zu warm und ich muss ins Wasser. Unserer Seite vom Strand ist recht leer und entsprechend auch das Wasser. Diesmal geht’s noch weiter raus. Bis ich kaum noch stehen kann, schnell noch ein Neidischmachanruf auf Arbeit per Videocall. Und dann passiert es, noch während ich mit Axel telefoniere, näher er sich. Und er hat Freunde mitgebracht. Sie schwimmen um mich herum, ich kann das genau sehen. Immer wieder ziehen sie Kreise um mich. Dann verschwinden Sie und nur einer bleibt zurück. Ich beende das Telefonat, um mit der Kamera das kleine Monster einzufangen. Der nähert sich immer weiter und umkreist mich. Er schwimmt direkt an der Oberfläche und seine Flossen durchstoßen die Wasseroberfläche. Er schaut mich an, ich kann es spüren. Und er schwimmt immer im Kreis um mich herum. Wo sind seine Freunde abgeblieben? Ob die sich für Ihre Hinterrücksattacke bereit machen? Nein, Sie sind abgetaucht und knabbern an meinen Füßen, da schon wieder. Ich glaube ich sollte mal Richtung Strnad, nicht das ich hier noch als Fischfutter ende.








Mama kommt auch noch ins Wasser und Gabriel, der fleißig meine Vertretung im Büro macht wird auch noch mit einem Wassercall neidisch gemacht. Dann geht’s wieder raus und zurück, um an unserem Strand noch frisch gepressten Orangensaft und Honigmelone mit Serano Schinken zu essen. 😊



Hinter den Kulissen von Paris LAUF ICH Atemlos durch die Nacht

Ich hatte vergessen das es so viele Treppen sind. ;( Mama kann ja nicht mehr so gut Treppen steigen, dummerweise sind es aber in die Höhle von Porto Christo ganz viele Treppen. Hätte ich das gewusst wäre ich in eine andere Höhle gefahren, aber die Karten sind mit Zustimmung von Uwe und Carmen schon gekauft gewesen. Nun ja, ich Spoiler mal, sie schafft es. Was ich nicht ganz verstehe, warum man Kleinkinder hier mit reinnimmt. Nicht nur das die quengeln und heulen und laut erzählen und dich weigern Treppen zu gehen und schreien, nein sie tun auch dumm. Kann man als Eltern nicht mal das Hirn einschalten und sein Kind so einschätzen, dass sowas nichts für Kleinkinder ist? Wir haben mehrere in unserer Gruppe. Eines der Kinder hält sich die ganze Zeit die Ohren zu und will sich von Mama nicht anfassen lasen und schreit dann immer "NEIN", dann die nächste Göre, die vor einer Treppe nach unten steht und sich weigert hinunterzugehen. Blöderweise bleibt ihr nichts anderes übrig, denn zurück gehts nicht. Dann das nächste Kind, was alles anfassen will. Bloß gut, dass es zu klein ist und nicht überall rankommt. Nach 1h haben wir es geschafft. Trotz all den Kindern gab es tolle Stalaktiten und Stalagmiten. Und wer sich nicht merken kann welche von wo nach wo wachsen: Stalaktiten brauchen Jahrhunderte, um zu wachsen, merkt Euch einfach: Tit(t)en hängen auch je älter die werden --> daher wachsen Stalaktiten von oben nach unten ;) 

















Es ist kurz nach Mittag und die Herrschaften möchten was leckeres trinken. In Porto Christo gibt es dazu eine große Auswahl an Restaurants oder altmodisch Gaststätten. Aber vorher muss noch ein Parkplatz gefunden werden. Das ist in den engen Gassen von Porto Christo nicht einfach. Lauter Einbahnstraße, hier nicht linksrum, da nicht rechtsrum, hier nur geradeaus und dann noch die gelben und blauen Linien auf der Straße beachten. Plötzlich stehen wir mitten auf einem Platz mit Parkplätzen, super und wo steht der Ticketautomat? Gefunden, da steht schon eine Schlange davor. Ich schau mir das eine Weile an, bis ich einen Aufkleber an der Seite des Ticketautomaten sehe, "Easy Park". Woher kenn ich das? Richtig von der Ostsee, da gab es die auch und ich habe die APP doch noch auf dem Handy. Schnell das Nummernschild eintippen und die Parkdauer auswählen, die kann man auch später noch anpassen während der Parkzeit. Ja dann lass ich die anderen Leute mal an der Ticketsäule stehen und rumfummeln ;) Wir schlendern dann mal bei 38 Grad, ich hasse Sommer, Richtung Hafen. Dort wird erstmal Boote geschaut und dann möchte Carmen endlich was leckeres trinken. Rechtsrum oder linksrum? Eigentlich egal, weil in jeder Richtung sind "Gaststätten". Rechts gehts rum und wir landen vor einem kleinen Familien geführten Restaurant, zwischen zwei Souvenirshops. Hier gibts Smoothies. Das ist gesund und lecker. Und Mama findet auch die Spagetti gut, Uwe bekommt Brot und Schinken und ich Hausgemachte Nudeln mit Pilzsoße. Alles voll lecker. Als nächstes geht’s zur Finca. AXEL, sie steht noch und scheint nicht besucht zu sein. Und nun? Zum Sonnenfinsternisaussichtspunkt. Bevor wir den ereichen, kommen wir noch an der Landebahn des Flughafens Mallorca vobei. Mama ist agnz begeistert, weil alle Flugzeuge direkt über uns drüber fliegen und ganz nah sind. Hier waren netti und ich vor 2 Jahren schon, daher weiß ich, dass man hier kurz halten kann und die Flieger fast anfassen. Mama mus unbedingt aussteigen und die Flieger knipsen, die dierekt über ihren Kopf hinweg zur Landung ansetzen.




Und dann gehts weiter zum Aussichtspunkt für die Sonnenfinsternis. Der scheint gut geeignet zu sein, ein kleiner Leuchtturm und steile Klippen und viel Platz. Ich hoffe nur das morgen auch noch viel Platz ist und vor allem Parkplätze da sind. Wir müssen halt zeitig da sein. 




Zurück in Hotel, verschlafen ich fast das Abendessen. Und dann noch das, draußen singt Mireille Mathieu „Hinter den Kulissen von Paris“ und als ob das nicht genug wäre kommt auch noch Helene Fischer mit „Atemlos“ dazu. Was ist da unten nur los? Mama schickt Bilder. Eine Travestie Show mit überdimensionalen Tittis, wir erinnern uns was mit denen im alter passiert, sie werden zu Stalaktiten. 😉 Gute Nacht.