Donnerstag, 3. Oktober 2019

Klimafreundlich nach Budapest



Klimafreundlich um 4:00 Uhr aufgestanden, um klimafreundlich um 4:55 Uhr mit der Tram zum Bahnhof zu fahren, um klimafreundlich mit dem Zug nach Budapest zu fahren. So genug klimafreundlich gewesen. Im November gehts wieder mit dem Flieger in den Urlaub. Ja Greta heul doch. 

Trotz der Uhrzeit hat die Tram bei Ankunft 2 Minuten Verspätung. Hat wohl nicht zu sehr aufs Pedal getreten um klimafreundlich nicht so viel Strom zu verbrauchen. 😂



Sind nur zweiter geworden. Der Zug war schon da und damit erster. Diana fehlt noch. Der Zug is ganz schön voll. Und alles reserviert. Bis Dresden gibts zumindest einen Platz. Und ab da dann wohl im Restaurant. 



5:55 Uhr 
Er rollt los. 
Es peitscht der Wind vorbei. Die Nacht ist dunkel schwarz. Lautlos gleitet der Zug durchs Land. Das leichte Wiegen macht mich schläfrig und ich schließe die Augen und schlummere davon. 

DING DING
IN WENSCHN MINUTN ERREISCHN WOR DRÄSDN NEUSTADT. 

Der lieblich sächsische Dialekt des Zugpersonals weckt mich schlagartig und vor Schreck heb ich fast vom Sitz ab. 

Diana fragt nach unserem Schlachtplan. 
Dieser sieht nun vor das Abteil zu verlassen und uns in den Speisewagen zu verlagern. Koffer lasse ich im Abteil. 
Speisewagen voll. Doch da, ein älterer Herr steht auf und verlässt einen zweier Tisch. Und schon sitze ich. 😉
Jetzt lassen wir uns Zeit. In Dresden steigen ziemlich viele zu. Wir werden unseren Platz nicht hergeben. Erstmal ne Suppe. Dann noch nen Hauptgang und dann Dessert. Das zieht sich hin. 😂

Am Nachbartisch sitzen vier Herren. Alle vier verheiratet und wohl auf Wandertour. Man unterhält sich über die Route und wo es überall Ausschank gibt. 

Einen Tisch weiter sitzen vier „Mädels“. Die lästern über ihre letzten Dates:
„...der war son Fitnesstyp, voll naiv und so. Der hat auch nen Haufen Zeug erzählt. Der verkaufte sich doppelt so gut wie er eigentlich war. Und der hatte ja auch ne schwere Kindheit. In der Klapse muss er wohl auch gewesen sein...“

Die Dame, die das erzählte, stand dann plötzlich auf. Bis dato hatte ich sie nur etwas unscheinbar wahrgenommen. Und dann sah ich sie von hinten. 
Das einzige was mir einfiel war: „Diana, die hat doch nen Kissen in der Hose?“
Nein es war ihr naturgeformter Arsch. Der so gigantisch war, das er nen eigenes Gravitationsfeld hatte. 
Und dann gewann der arme Kellner noch Einblicke,  als sie sich bückte. 🥺

Dann kamen die Klatschzeitungen...

Währenddessen kommt der Kellner und beichtet uns, dass der Palatschinken aus ist. Na gut. Dann halt Kuchen. Diana meint, wenn er jetzt gleich wieder kommt, dann wird er sagen es gibt nur noch ein Stück. Daraufhin meine ich, dann muss er halt ran. Diana meint, er darf sich dann auch aussuchen bei wem von uns. 😎

Der Zug hat bei Ankunft 15 min Verspätung. Und unser Anschlusszug wartet nicht. Steht in der DB App. Nur gut das der allerdings 30 min Verspätung hat. Alles easy. So schlendern wir noch etwas durch den Prager Bahnhof. Und ich gönne mir die ersten Kühlschrankmagneten.  😜

Vor der Abfahrtstafel hat sich eine Traube Menschen versammelt. Wir warten alles darauf, dass man das Abfahrtsgleis bekannt gibt. Alle starren wie gebannt auf die Tafel. Dann plötzlich, Gleis 5. Wie nach einem Startschuss laufen Diana und ich los. Die Traube folgt. Wir führen das Feld an und bauen unseren Vorsprung aus. Am Bahnsteig sind wir somit fast die ersten. Dann rollt der Zug ein. Die Massen strömen. Und wir mit. Diana ist die erste von uns im Wagon und hat auch gleich Platz gefunden. Auf gehts 6h nach Budapest. 

Pubertäre junge Menschen riechen! Nicht alle. Aber der hier schon. Mittlerweile sind wir nur noch zu dritt im Abteil. Der junge Mann versteht uns eh nicht, so können wir über Ausdünstungen reden. Diana meint sie holt sich immer mal ne Nase von mir. Hab heut Hugo Boss drauf. 😇

Und dann zieht es sich hin. Mittlerweile 1h Verspätung. Und so langsam schlängeln wir uns an der Donau entlang. Kommen durch die Vorstädte von Budapest und endlich nach 12 1/2 h in Budapest angekommen. Zum Vergleich, in der Zeit wären wir locker bis Hongkong geflogen. 
300m bis zum Appartement. Diana kontaktiert schon mal die Vermieter und Charles soll uns dann treffen. Das Appartement ist schnell gefunden nur Charles nicht. Der kommt nach 5 min aus der Haustür und zeigt uns dann alles. Türcode, Schlüsselsafecode und das Appartement. Hier das Schlafzimmer. Und wo ist das andere?
„We are not a couple“ (Wir sind kein Paar!) Ach schau, oben gibts noch eins. Und oben auch das Bad. Nun alles gut, wir bezahlen und Charles geht. Er spricht übrigens sehr gut Englisch und das nach nur 3 Monaten Unterricht. Diana bezieht das untere Schlafzimmer und ich das obere. Plötzlich höre ich Diana sagen “...das ist sehr hart, das Bett...“ Oh bitte nicht. Ihr wisst ja, Wasserbett gewöhnt und ich komm immer noch nicht mit den neuen Matratzen klar. Ich teste meine Betten. Stellt Euch eine Stahlplatte vor auf der man eine Decke gelegt hat. Das wird eine Nacht :D

Wir machen nochmal los. Nachttour durch Budapest:

















Dann noch schnell zu Aldi, ein klein wenig zum Frühstück einkaufen. Und dann heim. Essen und ein Gläschen Wein und dann auf die Folterbank.

PS: 10.000 Schritte erreicht und wieder bei der AOK eingereicht :)

Gute Nacht Budapest

Freitag, 19. April 2019

War der nicht gerade im Urlaub?

Tobi beschwert sich gleich mal über meine große Tasche. Ok, es ist ein mittelgroßer Rollenkoffer. Aber da ist ja auch alles drin. Von Schuhen, Kleidung, Bettwäsche (ja wir müssen Bettwäsche mitbringen) bis hin zum Kite, Jacken, Spiele und Waschzeug. Das passte halt nicht alles in den kleinen Koffer. UND ICH HAB KEINE REISETASCHE :P

7.30 Uhr bin ich wach, weil wir ja eigentlich so gegen 8.00 Uhr los wollten. Aber irgendwie ist keiner da. Jut. Dann fang ich schon mal an zu schreiben. Gegen 8.30 Uhr trudeln alle ein. Tino hat auch nen großen Koffer. Tobi is schon etwas hibbelig, wie soll er das alles im Auto unterbringen?

Man Tobi, mach mal langsam. Wir schaffen das schon. 
Fahrrad, zwei Koffer, zwei Kites, Essen, Reisetasche, Strandmuschel und Prosecco. Passt alles rein. 





Punkt 9.00 Uhr gehts los. 
Ungefähr 3km. Dann müssen wir umkehren, weil Tino und Tobi die Kinder vergessen haben. Jan und Henry. 
Die kuscheln dann mit Mister T an der Frontscheibe. 



Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung über Notausstiege im Notwasserungsfall, gibt Tobi Gas. 

Wir kommen recht gut voran. Bis kurz vor Berlin, dann übernimmt Henry das Steuer. 



Und im Stau erschreckt Jan die Leute. 



Eine Dame, die an uns vorbei fährt, schaut ganz entspannt und dann erblickt sie Jan hinter der Fahrerscheibe. Plötzlich reißt sie den Mund auf und ihre Augen verraten einen freudigen Aufschrei. Dann bricht sie in Lachen aus. 

Und weiter gehts auf der Strecke. Bis auf den größeren Stau um Berlin rum geht es doch ganz schön zügig voran. 65km vor dem Ziel findet Tobi einen Gasthof. Eigentlich wollten die Herren zu Mc Doof oder Burger Queen. Aber das scheint es hier oben nicht zu geben. Also mitten in Rostock schon. Aber sonst nirgends. Also halten wir in Eixen an einem kleinen Gasthof der zwar rustikal aussieht, aber gleichzeitig gemütlich. Außen gibt es Sitzbänke und darum stehen rotangestrichene Holzwände mit weißen Fensterrahmen. Sieht bissl aus wie in Schweden. 

Jan, Mister T und Henry nehmen im Fenster Platz.



Gerd davor.



Bevor es jedoch Essen gibt, müssen Gerd und ich auf Klo. Das wir aber im Gastraum nicht finden. Also fragen wir. Hier die Wegbeschreibung:

Rechts in den dunklen Teil des Gastraumes, da dann durch die Tür und die Treppe runter, dann links die Treppe wieder rauf und dann ist es die letzte Tür rechts. 

Wir stiefeln los. Es wird kalt. Irgendwie erinnert uns die Kälte an ein Kühlhaus. Aber wir finden den Weg. Nur zurück hab ich dann doch ein kleines Problem, die korrekte Tür für den Rückweg zu finden. Gerd weiß aber wo es langgeht. Zum Glück. Nachher werd ich noch zu Schnitzel verarbeitet von dem langhaarigem Koch, der keine Unterwäsche trägt. Zumindest sagt das Tino, der wohl den „Freischwinger“ erkannt hat.
Dann gibts was zu essen. 



Gestärkt und gefühlt kugelrund, Tino hat sein Schnitzel nicht geschafft. War dem kleinen zu viel.

Sind wir bald da? Tino schon wieder von den hinteren Plätzen. Isses noch weit. Ja 6km :P

Langsam kommen wir durch Orte die ich von früher kenne. Barth, Pruchten, Bresewitz, dann über die Boddenbrücke und schon sind wir in Zingst. 

Dank Navi ist das Ziel „Ferienpark Fresenbruch“ auch schnell gefunden. Tobi setzt unser „Schiff“ erstmal auf irgendeinen Parkplatz und ich regele unsere Anmeldung.

Die Dame ist recht freundlich und erklärt, dass das Internet hier grauenhaft langsam ist und dass wir aber Brötchen zum Frühstück bestellen können, wie der Code für die Tür und das Schwimmbad ist und hier unsere 4 Kurpässe, parken können wir auf der Nummer 2/6, was auch gleichzeitig unsere Wohnungsnummer ist. Na, das ging ja mal unkompliziert. Dann weisen wir mal Tobi in den Parkplatz ein. 

Und nun in die Wohnung. 
Ein Flur, dann eine Tür, dahinter das in hellem Holz gehaltene Wohnzimmer mit Balkon und Schlafcouch, sowie Tisch für 5 Personen und eine gut eingerichtete Küche mit allem, was man will. Dann ein Bad mit Wanne und ein Schlafzimmer. 
In der Wohnstube gibt es noch eine steile Treppe nach oben, da dann noch ein Bad mit Dusche und ein Schlafzimmer. 



So, wir leeren erstmal das Auto. Ach, einen Fahrradschuppen gibts sogar auch noch für unsere Wohnung. Somit können wir alles sicher verstauen, bevor wir Richtung Strand gehen.
Die vorhergesagten 21 Grad erweisen sich als 15 Grad, was aber in der Sonne dennoch angenehm ist. 
Irgendwie erkenne ich Zingst nicht wieder, aber so gar nicht. Nichts. Die haben hier alles mit Einfamilienhäusern zugebaut. Jedes sieht anders aus, von rotem Norweger-Haus, verklinkerte Reethäuser, bis zum Herrschaftshaus mit Säulen am Eingang. Und dann endlich erreichen wir den Strand im schönsten Sonnenschein.















Nach der Seebrücke gibts dann erstmal ein Eis. Softeis. LEKKER. Und dann weiter durch die Stadt Richtung Bodden.







Insgesamt laufen wir an diesem Tag, nach meinen Aufzeichnungen, 7,9km bei 10.319 Schritten. Irgendwie ist Tino weniger gelaufen und Tobi schneller und Gerd weiß es nicht. 

Zum Abend gibts einen Salat und ich lege mich danach in die Wanne :P

Sonntag, 3. März 2019

So lebte ich 5 Wochen in Neuseeland

Im Flugzeug kann ich nie schlafen. Also bin ich 11h wach und freue mich über ein Bett in Hongkong. Da hab ich nämlich 8h Aufenthalt und habe mir ein Zimmer im Aerotel gebucht. Verdammt teuer sag ich mal. Um das erwartete mich dann:







Winzig, ohne Fenster. Aber wenigstens konnte ich duschen. 

Der erste Tag in Neuseeland. Ich hab mit ein Hostel rausgesucht. Im großen und ganzen sind Hostels in Neuseeland sehr beliebt. Und sehr sauber. Mag mag es kaum glauben, aber das sind sie wirklich. 
In Auckland war es das YMCA in der Nähe der Innenstadt. Man konnte also bequem laufen. 



Weiter hin es nach Kaitaia zu einem B&B. Das heißt man übernachtet bei Privatpersonen. Frühstück inbegriffen. 





Das war echt super. Mit Garten der nach Blumen duftete. Ein Traum. Dann ging es nach Thames, in einen Holiday Park. 





Platz für 5 Personen. Inkl Küche und Fernsehr. Erwartet hier nicht so viel. Ich hab schon besser gewohnt. Gemeinschaftsbad und Gemeinschaftsklo. 

Von hier nach Rotorua in eines der YHA Hostels. Davon hatte ich mehrere gebucht. Die sind recht günstig und es gibt Zimmer mit eigenem Bad. Nur Küche ist wieder Gemeinschaft. 



Reicht wenn man keine Ansprüche hat völlig aus. Und dann kam Havelock North. Eine der teuersten Unterkünfte. Aber die wohl sauberste und modernste und vorallem größte die ich hatte. Mit Küche, eigenem Bad und Pool. Das war ein kleines Highlight. 







Das war fast ****luxus. 

Dann ging’s zu Ann auf die Farm. Hier hatte ich mein altes Zimmer. Voll schön. Sogar ein Bild von mir und Mya aus 2015 war aufgestellt. 



Dann nach Wellington, wieder in ein YHA Hostel. Diesmal gabs sogar ein Upgrade in ein Doppelzimmer. Natürlich wieder mit Gemeinschaftsbad. Das muss man sich aber ganz anders vorstellen. Keine großen Duschräume. Ein separate Duschzimmer die man abschließen konnte. 



Mit der Fähre nach Picton und weiter nach Nelson. Prince Albert. Eine Bar/Restaurant. Hier wieder Zimmer mit eigenem Bad. Man hätte auch ein Gemeinschaftszimmer und Gemeinschaftsbad buchen können. 





In Kaikoura war es ein B&B. Von denen hätte ich mehr buchen sollen. Hier wohnte ich wie 2015 in unserem damaligem Doppelzimmer. Nur diesmal gabs ein eigenes Badezimmer. 





Da wo es keine Küche gab, war ich meist essen. Mit Küche konnte ich im Supermarkt einkaufen und dann kochen. In Christchurch hab ich mir den Spaß gemacht in einem alten Gefängnis zu übernachten. Das war bis 2010 noch in Betrieb. Mehr als eine kleine Zelle gibts natürlich nicht. 







In Lake Tekapo gabs dann eine kleines Chalet in einem Holiday Park. Mit Wasserkocher. Immerhin reichte das für meine Suppen. 





Oamaru, im hiesigen Holiday Park gabs ein eigenes Badezimmer. Und sogar einen Fernseher. Hier sollte ich ein zweites Mal Stop machen, auf der Rückreise. Das sind auch die, die offenbar vergessen haben das ich zweimal zahlen hätte müssen. 





In Dunedin war der Herr am Empfang so freundlich und hat mir sogar Waschpulver mitgegeben. Denn hier musste ich waschen. Das Zimmer war in Küche mit Essecke, separates Schlaftzimmer und eigenes Bad aufgeteilt. 







Das nächste YHA und auch gleichzeitig das letzte was das in Queenstown. Hier gabs wieder ein Gemeinschaftsbad und eine Gemeinschaftsküche. Die ich sogar genutzt habe. Inkl das man selber aufwaschen und alles wieder ordentlich hinterlassen muss. 



Viel Platz sucht man aber vergebens. 

Den gab es dann wieder in Te Anau. Zwei Betten inkl Küche und eigenem Badezimmer. 





Übrigens, Stromschwankungen sind fast überall aufgetreten. Was nicht schlimm ist. Warmwasser gabs immer. Und Bettdecken nur einmal nicht. 

Die nächste Unterkunft war vergleichbar mit der Motor Lodge in Havelock North. In Kaka Point im Motel. Groß, modern, sehr sauber mit Küche, Bad und mit einer Terasse mit gigantischem Ausblick. 







Dann trat ich auch schon die Rückreise an. Noch ein kurzer Halt in Oamaru. Diesmal im Chalet mit Küche und Bad. 





Die letzte Unterkunft war Addington Motel in Christchurch. Sauber, mit Küche und Bad und einer riesigen Schiebetür. Hier war nochmal Wäschewaschen angesagt. Und vor der Tür gabs fast immer einen E-Roller mit dem ich ich die Stadt gekurvt bin. 





Im großen und ganzen gab es Unterkünfte in denen ich gern länger verweilt wäre, auch der Umgebung Willen. Andere waren in die Jahre gekommen und ein wenig abgewohnt. Aber alle waren sauber und ordentlich. Gab nie Anlass zur Beschwerde. 
Wer Land und Leute kennenlernen will, sollte B&Bs nehmen. Die sind genauso günstig. Haben Frühstück inbegriffen und man kommt ins Gespräch. Für Jugendliche ist sicher die Hostellösung die einfachste. Für Familien die Holiday Parks. Und wenn’s etwas luxuriöser sein soll, Motels. 

Dann weiß ich ja was ich beim nächsten mal buche. 😁