Mittwoch, 15. Oktober 2025
Paar Kilo mehr, paar Haare weniger
„Du machst es auf Französisch!“ Und das gleich zum frühen Morgen, auf fast nüchternen Magen. Eigentlich ging es um meine französischen Sprachkenntnisse, aber als der Satz gefallen war, merkte Diana schnell das der doch recht zweideutig klang. Auf Englisch macht sie mir nichts vor, aber französisch kann ich doch ein wenig besser :D
Wir starten wie immer mit Frühstück.
Heute steht der La Tour Eifel auf dem Plan. Unser Gespräch vom Frühstück kommt mir wieder in den Sinn und ich erkläre Diana die Aussprache: „eigentlich ist das ein Wort im französischem – latourefel, jetzt noch mit Akzent, ähm nee anders, mehr so lasziv, von oben herab.“ Natürlich geht’s wieder mit der Metro durch den Untergrund von Paris. Das ist auch die schnellste Art und Weise, wie man hier von A nach B kommt. Und auch die günstigste, es sei denn man läuft. Auf der Esplanade du Trocadéro angekommen, ist er in voller Pracht zu sehen, der Eifel Turm.
Es ist ein erhabener Moment dieses Riesige Stahlungetüm aus der Nähe zu sehen. Dazu scheint heute noch wunderbar die Sonne, was ihn aus unserem Blickwinkel noch majestätischer wirken lässt.
Auf zum Eingang. 2007 war ich hier, damals war alles recht leer und man konnte direkt von der Straße aus zum Turm. Heute ist das anders. Man hat in eingezäunt mit riesigen Glaswänden. Man muss durch eine Sicherheitskontrolle noch bevor man sich Tickets kaufen kann. Wie das wohl wird da oben. In einem uralten Fahrstuhl bis auf 281m. Ich hasse es jetzt schon. Diana entscheidet sich sogar todesmutig die Treppe zu nehmen. Da kommt sie dann nur bis zur 2. Ebene. Ich möchte jedoch ganz nach oben und das geht alt nur in dem Lift. Der ist alt, eng, wackelig, macht komische Geräusche und er ist vollverglast, damit man ja auch alles sieht. :/ Daher trenne sich nun unsere Wege. Ich zum Ticketschalter für den Lift und Diana zur Treppe. Auch hier wieder 30 Minuten anstehen. Und dann ab in den Lift. Einfach Augen zu und durch. Es geht für mich gleich auf die 2. Ebene, um dann gleich in den nächsten Lift zu wechseln, welcher mich ganz nach oben bringt. Der ist auch verglast, noch enger und macht noch komischere Geräusche. Ich hab wieder die Augen, aber das flaue Gefühl lässt sich nicht abstellen. Ist wie im Flugzeug.
Endlich oben. Es schwankt. Aber egal. Wer Aussicht will muss halt auch mal leiden.
Immerhin hat es Mr T auch ganz nach oben geschafft und ich werd ja wohl mindestens genauso tapfer sein wie er. Diana schreibt, dass sie es nicht in die 2. Ebene schafft. Ich kann das nachvollziehen. Mit Höhenangst machen die Treppen weniger Spaß und mit dem Fahrstuhl wäre es für sie nicht einfacher geworden. Also gebe ich mein Bestes beim Bildermachen. Man könnte von hier oben auch über die Notwendeltreppe nach unten gehen, aber das wäre auch für mich eher ein Akt des Sterbens. Also heißt es wieder mit dem Fahrstuhl und Augen zu nach unten.
Kurz noch auf der 2. Ebene einen kurzen Abstecher machen und dann erinnere ich mich, dass ich 2007 via Treppe runter bin. Ist das eine gute Idee? Nein! Mach ich es trotzdem? Ja! Ich lauf in der Mitte der Treppe, kommt mir jemand entgegen, bleibe ich einfach stehen :D So schaffe ich es, mit Dauerblick nur auf die Stufen nach unten. Also auf Ebene 1, da wartet nämlich Diana, so dass wir beide runter können. In dem Pylonen, in dem wir absteigen, läuft auch der Lift zur 1. und 2. Ebene und als den Diana erblickt und die darin eingepferchten Leute, höre ich nur: „NEIN, ohne mich“. Heile kommen wir unten an. Dann bekommt Mama noch einen Videocall, damit sie auch mal den Eifelturm „live“ sieht. Nun gibt es da noch was, was wir erledigen wollen. Wie gesagt 2007 war ich hier und hab die Spitze des Eifelturms „berührt“. 😊 VIA FOTO!
Und nun ist da ein kleines Hüngerchen. Auf ins nächste Café. Draußen nehmen gerade 3 Damen platz und er attraktive Kellner fragt die Damen auf Englisch, wo sie denn herkommen, diese antworten mit Canada. Ob denn der Kellner auch kanadisch spricht: „nein nur kanadisches Englisch, also Französisch.“ 😉 Wer es nicht weiß, in Kanada spricht man auch Französisch. Wir nehmen platz und studieren erstmal die Karte. Dabei fällt mir auf, dass die Preise … 1 Cola 0,5l 11,50€ Nun ja, man speist hier auch in Anwesenheit des Eifelturms, daher die Preise. Ich bestelle mir mein Essen wie immer auf Französisch und sogleich bekomm ich eine Rückfrage. Die verstehe ich zwar eindeutig, aber das Antworten fällt mir gerade schwer. Entweder weil der Kellner mich verlegen macht oder, nein der Kellner macht mich verlegen, geben wir es zu. Er fragt also, ob ich eine große (grande) oder kleine (petit) Cola möchte. Und was antworte ich? une petite grande (eine kleine große) was dazu führt, das er anfängt mich lächeln, was mich noch verlegener macht und ich nun gar nicht weiß was ich sagen soll. Am ende wird es eine grande (große). Beim Bestellen des Essens läuft es dann besser. Zumindest bis Diana dran ist und es auf Englisch versucht, was er rigoros ablehnt, aus Spaß natürlich und mich wieder in Verlegenheit bringt auch Dianas Essen auf Französisch zu bestellen. Problem dabei ist nur, dass ich ihres nicht aussprechen kann. :D Wohl der Tatsache geschuldet, dass ich die Karte verkehr herum halte. Zum Glück weiß er, was Diana möchte und erlöst mich 😉
Wie bestellt man nun eigentlich die Rechnung? Zum Glück sagt mir Google dazu mehrere Möglichkeiten und jeder heißt anders. Diana ermutigt mich, indem Sie den Kellner ruft und ich darf meinen Satz sagen. Der schaut mich an und ich bringe zwei Varianten raus. Eine davon scheint die richtige zu sein, denn er wiederholt diese 😉
Für so viel Charmantes Auftreten und sogar ein wenig Deutschkenntnisse, bekommt er natürlich auch ein Trinkgeld. Hier mal der Link, was die Rezessionen angeht, ich kanns nicht ganz nachvollziehen. Wer sich in ein Café gegenüber dem Eifelturm setzt, der muss nun mal in Paris damit rechnen, dass es teuer wird. Der Service was spitze und Mein Salat mit Hühnchen lecker.
https://maps.app.goo.gl/gjjz7w7nLKgp7QEu7
Für uns geht es nun zur Pont Alexandre III, denn auch dort habe ich 2007 ein Bild gemacht, das wir noch nachstellen wollen. Zuerst sitze ich am falschen Ende der Brücke, aber nach dem Überqueren kommt mir in den Sinn, das alte Bild nochmal rauszuholen und siehe da, ist doch die andere Seite der Brücke gewesen.
Von der Brücke aus konnte man einen Monolithen sehen, das ist einer von 4. Zwei sehen in Ägypten im Karnak Tempel, einer in Rom und einer hier auf dem Place de la Concorde.
Wir stehen nun in einer Flucht vom Louvre, dem Place de la Concorde, der Avenue des Champs-Élysées und dem Arc de Triumph. Und so schlendern wir die Prachtstraße mit all ihren gehobenen Geschäften wie Louis Vuittons, Bulgari, Apple und Cartier bis zum Arc de Triumph rauf.
Da kommt eine Meldung auf mein Handy. 46€ Gutschrift MP France. Was zum … Warum bekomme ich eine Gutschrift und vor allem von wem? Diana fällt ein, dass ich nur eine Summe in den letzten Tagen in Höhe von 46€ bezahlt habe und das sind die Karten für die Aussichtsplattform vom Montparnasse. Aber warum sollten die mir 46€ erstatten? Ich schaue in meine Mails. Und tatsächlich, eine Rückerstattung, der Montparnasse hat die nächsten zweit Tage wegen technischer Probleme geschlossen. Hier in Frankreich muss man seinen Erstattungen nicht nachlaufen, diese werden automatisch vorgenommen. Das hätte auch er Louvre gemacht, wenn sie geschlossen hätten.
Nun, dann planen wir mal um. Auf zum Kaufhaus Lafayette. Die haben zum einen eine Aussichtsterrasse, welche kostenfrei ist und eine gigantische Kuppel im inneren des Kaufhauses. Dank Metro und unserem Wissen welche Tickets wie kaufen müssen, kommen wir schnell voran.
Für heute reicht es auch. Meine Füße tun weh.
Gute Nacht.
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