Dienstag, 14. Oktober 2025

Was machen die??? Nicht dein Ernst!

Wir haben Karten für den Louvre und sollen dort gegen 10:00 Uhr sein. Vorher wird aber noch gefrühstückt. Wie ich meine Mama kenne, wäre das hier absolut nicht ihr Fall. Es gibt zwar Orangensaft, Kaffee oder Tee, auch eine Schoki könnte man bekommen, aber dann nur frisches Brot, Croissant und ein mit Schokolade gefülltes Brötchen, dazu Butter und Marmelade. Mehr nicht 😉 Für mich und Diana ist das völlig ok. Ist alles ein wenig Familiäre hier. Nach dem Frühstück laufen wir das kurze Stück bis zur Metro. Rote Ampeln, so erkläre ich Diana, sind nur ein Achtungszeichen, kein STOPP du darfst nicht gehen. Fußgänger beachten die roten Ampeln gar nicht und wir somit auch nicht. Man passt sich schnell an. Gestern hatte ich mich im Zug schon für die Île-de-France Mobilités App registriert. Darüber kann man dann Fahrkarten kaufen, um mit der Metro zu fahren. Übrigens 2,50€ für 2h und das hier in Paris. Und die Metros kommen alle paar Minuten. Da kanns ich die LVB in Leipzig mal eine Scheibe abschneiden. Zurück zur APP, in der kauft man sich dann ein Ticket und geht durch die „Schranke“ zur Metro. Mit dem Handy relativ einfach. Wenn man nicht wie ich zu doof und zu schnell ist. Irgendwann hab ich den dreh raus. Einfach Ticket kaufen. Handy auf den NFC Scanner legen und durchgehen. Leider ist das bei Diana etwas anders. Die App mag ihre Kreditkarte nicht und daher muss sie sich erstmal eine Karte zum Aufladen kaufen. Dabei begeht sie einen Fehler, der uns leider erst später am Tag klar wird. Momentan funktioniert ihre Karte jedenfalls nicht, so dass sie mit meiner Hilfe leicht illegal in die Metro gelangt, durch den Ausgang, den ich ihr öffne 😊. Die richtige Richtung unserer Metro ist schnell gefunden und wir freuen und auf den Louvre. Moni wir kommen. Wer Moni ist? Na, das Gemälde was offenbar jeder im Louvre sehen will. Die Mona Lisa. Am Louvre angekommen, scheint die morgendliche Sonne bei strahlend blauem Himmel. Was könnte einem da noch die Laune verderben.
Nun, was wohl, die Schlange vorm Louvre? Warum zum Teufel sind hier eine, nein zwei, ach nein was rede ich, mehrere lange Schlangen? Diana fragt eine der Angestellten vom Louvre die zwischen den Schlangen hin und her wandern. „wir öffnen heute vielleicht erst um 11:00 Uhr“ Aber wir haben Tickets für um 10:00 Uhr! „ja die Karten behalten ihre Gültigkeit für den ganzen Tag“ Was ich nicht gehört hatte ist, dass die Angestellten des Louvre Streiken und es nicht mal feststeht, ob 11:00 Uhr geöffnet wird. Das ist jetzt nicht Euer ernst?!?! Nun, was machen wir jetzt? Sinnlos warten oder zur Notre Dame die gleich um die Ecke ist? Hier warte ist sinnlos, wir kommen später wieder. Entlang der Seine spazieren wir Richtung frisch sanierter Notre Dame.
Oh Wunder, was erwartet uns da, eine gigantische Schlange, die sich über den gesamten Vorplatz windet. Wir wollen da aber schon rein und stellen uns an. Immerhin streikt hier niemand. Vor uns 2 deutsche Damen, die in die Runde fragen ob hier Deutsche sind. Ich Vollpfosten entlarve mich natürlich als solcher und darf mir dann gleich blöde Fragen stellen lassen. „Ist das hier die Richtige Schlange, um reinzukommen? Braucht man da Tickets?“ Ja ist sie, nein braucht man nicht. „Sind sie sich da sicher? Woher wollen sie das denn wissen?“ Weil es im Internet und hier auf dem Platz steht. „Meinen sie wirklich wir stehen hier richtig? Man braucht da echt kein Ticket?“ ja wir alle stehen hier richtig und man braucht wirklich kein Ticket. Eine dritte Dame kommt dazu; „warum steht ihr denn hier, wir brauchen noch Tickets, die gehen alle rein ohne anzustehen!“ „Die hier sind auch Deutsch und die meinen man braucht kein Ticket und wir sollen uns hier anstellen“ Die 3. Dame ist seht überzeugt man müsse sich nicht anstellen, man könne da vorne einfach rein. Eine der beiden Damen folgt ihr und die dritte bleibt bei uns in der Schlange, bis ihr Telefon klingelt. „Meine Kollegin ruft, an, es geht da vorne ohne Warteschlage rein.“ Sie trottet los. Diana bleibt in der Schlange und ich folge der Dame. Nun, was soll ich sagen, wenn man sich natürlich einfach vordrängelt, dann kommt man sicher schneller rein, denn genau das machen die Damen. Diana und ich bleiben in der Schlange, die sehr schnell vorangeht und ca. 30 Minuten später stehen wir mitten in Notre Dame. Schaut euch die Bilder an, die sagen mehr als Worte. Kerze für Papa hab ich auch angezündet. Kann man hier Bargeldlos mit Karte zahlen.
Wir sind dreiviertel mit unserem Rundgang fertig, da möchte sich Diana kurz setze. Irgendwie versammeln sich gerade sehr viele Menschen auf all den Stühlen im mittleren Teil der Kathedrale und wir mittendrin. Bis wir realisieren, dass wir mitten in einem Gottesdienst sind, ist es zu spät aufzustehen und zu gehen. Also Erheben wir uns mit all den anderen und begrüßen die Priester. Keine Ahnung, ob das welche sind, die tragen alle grüne Umhänge. Dann singt auch noch einer, dann dürfen wir uns setzen und dann predigt einer, natürlich alles auf Französisch. Dann kommt einer in einem blauen Gewand, wir stehen wieder alle auf und er fängt an mit Singen und die ganze Kirche singt mit. Dann kommt eine Nonne und predigt und im Anschluss wieder einer im grünen Gewand. Die Orgel spielt wieder und es wird wieder gesungen. Zwei Damen, welche offenbar zur Kirche gehören kommen mit der Kollekte rum uns sammeln Spenden. Beim näher kommen sehe ich etwas im Kollektekörbchen. Ich schaue Diana an, die sagt „Ja du hast richtig gesehen.“ Ich fall fast von meinem eigenen Glauben ab. Da liegt doch tatsächlich ein Gerät, mit dem man seine Spende Bargeldlos via Karte bezahlen kann. Die Kirche ist im 21Jhd. angekommen, zumindest was die Technik angeht. Auf dem Rückweg zum Louvre kaufen wir schon die ersten Souvenirs. Die Schlangen am Louvre sind, nun ja kleiner, aber immer noch da. Wo stellen wir uns nun an, immerhin ist es nun 13:00 Uhr und unser Slot war 10:00 Uhr. Diana nimmt die nächstbeste Schlange und ich versuche einen Louvremitarbeiter zu finden der mir sagen kann, wo wir hinmüssen. „Ins große Gebäude neben der Pyramide.“ Zum Glück zeigt der Herr in eine Richtung, denn die Pyramide ist umgeben von großen Gebäuden. Drin angekommen, wieder Schlangen. Wir stehen schon an einer, als ich bemerke, dass andere Leute durchgelassen werden. Ohne mich, so nicht, wenn die, dann ich auch. Und tatsächlich wir dürfen ohne warten einfach rein. 😊 Jetzt heißt es Durchblick bewahren und einen Sinn für Orientierung. Warum es einen Plan gibt, auf den die Räume mit Nummern ausgewiesen sind, die es aber dann in Wirklichkeit gar nicht gibt, wird mir ein Rätsel bleiben. Wenigstens sind die Moni und die Venus von Milo ausgewiesen. Hier nun die Eindrücke der Galerien aus dem Louvre.
Eine ganze Galerie wurde nach mir benannt, zumindest haben alle Bilder den Namen David. Da vorne rechts, da geht’s zu Moni. Stellt Euch einen Raum vor, ungefähr so groß wie eine Sporthalle. In der Mitte eine schwarze Wand und darauf die Moni. Allerdings um da hinzukommen, muss man Geduld und Drängelvermögen haben. Waren es 100 oder 200 Menschen, keine Ahnung. Aber ich hab mich todesmutig angestellt, ähm durchgedrängelt, für ein Selfi mit Moni 😊.
Dann ein Abstecher in die Prunkhalle mit den französischen Kronjuwelen.
Dann in die Halle mit den griechischen Nackedeien😉 Angeführt von der Venus von Milo.
Und weiter nach Ägypten.
Dann suchte ich noch eine bestimmte Halle im Louvre, die ich aus mehreren Filmen kannte. Aber irgendwie kamen wir da nicht hin. Jeder Weg, den wir wählten, führte in eine Sachgasse. Ein freundlicher Mitarbeiter des Louvre erklärte uns dann, dass einige Bereiche geschlossen sind und wir daher ein paar Umwege gehen müssten. Irgendwie kamen wir dann an einer Rolltreppe an und als wir diese runterfuhren, konnte ich nebenan die Halle erkennen, zu der ich die ganze Zeit wollte. Den Eingang zu finden war dann aber wieder kompliziert. Und plötzlich standen wir mittendrin.
Auch Mr. T durfte sich zu Füßen einer halb nackten Dame legen.
Für heute reicht es uns. Genug Prunk, Protz, Gemälde, Statuen mit und ohne Köpfe, Arme, Penisse …
Ab zur Metro. Diana hatte ja schon Tickets auf ihre Karte gebucht. Und ich auch. Ihre Karte geht allerdings immer noch nicht und auch meine geht nicht. Ich kann über die APP in meinem Handy Dianas Karte auslesen und da fällt der Fehler auf. Diana hat leider die falschen Tickets gekauft, nämlich nur für TRAM und BUS. Diese beinhalten aber nicht die Metro, daher funktioniert das nicht. Also zurück an den Ticketautomaten und die korrekten Tickets aufgeladen. Bei mir liegt der Fehler wo anders. Ich hatte gedacht ich habe zwei Tickets gekauft, was ich auch habe, warum das eine nicht funktioniert. Keine Ahnung. Ich begebe mich allerdings nicht illegal in die Metro, sondern kaufe ein neues Ticket, welches dann auch gleich funktioniert. Und zum Glück hab ich das getan, denn im Gang zur Metro stehen zwei Kontrolleure, die die Karte nochmal scannen, ob sie gültig ist. Schwein gehabt. Dann gibt’s noch was zu essen inkl. einem Fauxpas meinerseits. Wir sind im Restaurant und wie einige von Euch ja wissen, spreche ich ein klein wenig Französisch. Zumindest kann ich mir essen bestellen 😊 Diana ist ganz begeistert als ich unser Essen auf französisch bestelle. Der Fauxpas passiert mir erst beim Dessert, als ich sie als Mademoiselle bezeichne und der Kellner mich korrigiert „sie meinen wohl eher Madam“ 😊 Eigentlich hat er Unrecht, denn Mademoiselle heißt Fräulein und bezeichnet eine unverheiratete Frau. Damit läge ich vollkommen richtig. Aber warum sollte ich den Kellner aufklären 😊 Für heute reicht es. Morgen Eifelturm und Montparnasse zum Sonnenuntergang. Eine Frage hätt ich da noch, Wo ist der Freund, der mich auf solchen Romantischen Touren begleitet? Gute Nacht

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